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10 Tipps für eine erfolgreiche Kundenakquise (1) Online-Marketing

Gründerin, die sich online auf ihrem Laptop mit Kundenakquise beschäftigt

Willst du als Gründer Geld verdienen, brauchst du Kunden. Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen? Die Kundenakquise bereitet vielen Gründern tatsächlich gehörig Kopfzerbrechen.

Wir haben hier 10 Tipps auf Lager, wie du mehr aus deinem Online-Marketing herausholen kannst - und neue Kunden gewinnst!

1. SEO: Platzier dich ganz vorne in der Google Suche

Das A und O im Online Marketing: SEO. SEO bedeutet Suchmaschinenoptimierung – also eine Methode, die dir dabei hilft, in den Google Suchergebnissen zu relevanten Keywords (Schlüsselbegriffe) weit vorne zu erscheinen.

Was hat das mit Kundenakquise zu tun? Ganz einfach: Je weiter oben deine Website in der Google Suche platziert ist, umso mehr potentielle Kunden nehmen dein Angebot wahr und besuchen deine Website!

Zwei besonders wichtige SEO-Maßnahmen für die Kundenakquise sind:

Keyword-Optimierung deiner Website

Was ist das Kerngeschäft deines Unternehmens? Mit welchen Keywords lässt es sich beschreiben? Diese wichtigen Schlüsselbegriffe solltest du auf deiner Website regelmäßig unterbringen – in

  • Überschriften
  • Fließtexten
  • Bildbeschreibungen
  • Meta Tags
  • us.w.

So weiß Google, dass diese Keywords für dich relevant sind und rankt dich zu diesen Suchanfragen weiter oben.

Bei der Suche nach den richtigen Keywords kannst du auf den Google Keyword Planer zurückgreifen. Er zeigt dir nicht nur relevante Keywords an, sondern auch das jeweilige Suchvolumen – so weißt du, welche Keywords besonders populär sind. Um auf den Keyword Planer zugreifen zu können, musst du dir ein kostenloses Google Adwords-Konto zulegen.

Bist du beispielsweise Fitnesstrainer in Augsburg, könnten wichtige Keywords für dich sein: „Fitnesstrainer Augsburg“, „Fitnesstraining Augsburg“, „Personal Trainer Augsburg“ oder „Fitnesscoach Augsburg“.

Linkbuilding

Hast du deine wichtigsten Keywords auf deiner Website platziert – und bist im Suchmaschinenranking schon ein paar Plätze nach vorne geklettert? Gratuliere! Noch weiter verbessern kannst du dein Ranking, wenn du dafür sorgst, dass andere Websites auf dich verlinken.

Warum ist das so? Ganz einfach: Für Google kommt jeder Link, der auf deine Seite verweist, einer Empfehlung gleich. Ein Link steigert in den Augen von Google also die Wertigkeit deiner Seite – und Google platziert dich weiter vorne.

Um Backlinks für deine Website zu erhalten, ist es wichtig, dass du guten Content erstellst, der gerne verlinkt wird. Außerdem kannst du auch selbst aktiv Linkbuilding betreiben, indem du beispielsweise Gastbeiträge auf thematisch relevanten Websites schreibst, in Foren postest, dich von Partnern verlinken lässt u.s.w.

Hinweis: Achte darauf, dass die Websiten, die auf dich verlinken, thematisch relevant und hochwertig sind. Ein Eintrag in möglichst vielen spammigen Webverzeichnissen oder gar gekaufte Links nützen dir wenig bzw. können dir sogar schaden – Google kennt solche Tricks nämlich und straft deine Seite ab.

2. Begeistere deine Kunden mit tollem Content

Content is King – so tuscheln SEO-Experten hinter vorgehaltenen Händen. Was ist da dran? So einiges: Denn tolle Inhalte auf deiner Website steigern nicht nur deine Position in der Google Ergebnissuche – sie ziehen auch potentielle Kunden an.

Bevor du eigene Inhalte auf deiner Website erstellst, solltest du dir folgende Fragen stellen:

  • Was sind meine wichtigsten Keywords?
  • Auf welche Themen und Keywords setzen meine Wettbewerber?
  • Über welche Themen unterhalten sich meine potentiellen Kunden auf Social Media?
  • Welche Probleme beschäftigen meine Kunden?
  • Welche neuen Trends und News gibt es in meiner Branche?
  • Gibt es aktuelle Statistiken, Grafiken und Zahlen?

Bist du beispielweise Karrierecoach, könnte ein wichtiges Keyword für dich „Bewerbungstraining“ sein – und ein spannender Artikel dazu „Bewerbungstraining: In 10 Schritten zum erfolgreichen Vorstellungsgespräch“ lauten.

Tipp: Am besten bringst du neue Beiträge und Inhalte in einem Blog unter. Sie sind gleichzeitig deine Grundlage für ein gutes Social Media Marketing auf Facebook & Co.

3. Generiere neue Leads – mit Ebooks, Whitepaper & Co

All die vielen Seitenbesucher und Blogleser nutzen dir natürlich nichts, wenn du es nicht schaffst, sie auch in zahlende Kunden zu verwandeln. Eine Maßnahme kann sein, dein Angebot auf der Website attraktiv zu platzieren – aber trotzdem werden viele Interessenten nicht sofort kaufen wollen.

Geschenkt hingegen bekommt jeder gerne etwas, oder? Um Kontaktdaten potentieller Kunden – so genannte „Leads“ – zu gewinnen, biete auf deiner Website also kleine „Geschenke“ an, beispielsweise

  • Ebooks
  • Whitepaper
  • Checklisten
  • Info-Grafiken
  • Vorlagen
  • Etc.

Um dein Whitepaper zu erhalten, müssen deine Kunden nur ihre Email-Adresse im Anmelde-Formular hinterlassen – schon wird ihnen das Whitepaper zugeschickt. Und du hast einen neuen „Lead“ gewonnen, den du im Folgenden tolle Angebote oder Mailings von dir zusenden kannst. Automatisieren kannst du diesen Prozess mit kostenlosen Mailing-Anbietern wie Mailchimp.

Hinweis: Beachten solltest du bestimmte rechtliche Vorgaben zu Newslettern und Mailings, z.B. musst du deinen Kunden bereits im Anmelde-Formular darauf hinweisen, dass er Mailings von dir erhält – außerdem muss es ihm jederzeit ermöglicht werden, sich aus dem Verteiler auszutragen.

4. Aktiviere deine Leads

Wie viele deiner Newsletter-Abonnenten oder Whitepaper-Leser sind tatsächlich Kunden von dir? Wie viele deiner Facebook-Fans haben bereits bei dir gekauft?

Überprüfst du deine Zahlen, merkst du vermutlich schnell: Mehr als ein paar Prozent sind es nicht. Der Rest dieser „Leads“ – also Kontakte, die noch nicht gekauft haben – erhält zwar deinen monatlichen Newsletter oder likt deine Posts, lässt aber ansonsten nichts von sich hören.

Jetzt wird es Zeit, dass du deine Leads aktivierst! Denn alle deine Kontakte sind potentielle Kunden, die sich prinzipiell für dein Angebot interessieren – sonst hätten sie sich ja nicht für deinen Newsletter angemeldet oder deine Facebook-Seite abonniert.

Überleg dir, wie du diese potentiellen Kunden erreichen kannst:

  • Mailings mit speziellen Rabattaktionen oder Gutschein-Angebote
  • Automatisierte Follow-Up Mailing Kampagnen
  • Einladung zu Vorträgen / Veranstaltungen
  • Retargeting-Kampagnen auf Facebook, s. Punkt 6.

5. Aktiviere bestehende Kunden

Wusstest du, dass die Neukundenakquise viel mehr Zeit und Energie kostet als die Re-Aktivierung bestehender Kunden?

Genauso wie bei deinen Leads geht es darum, auch bestehende Kunden nun zu aktivieren – zum Beispiel über spezielle Mailings.

  • Ein neuer Service / ein neues Produkt, das deinen Kunden interessieren könnte
  • Ein ergänzender Service / ein ergänzendes Produkt zu einem bereits gekauften Produkt / Service
  • Sieh dir die Website deines Kunden an – und überlege, wobei du ihn konkret unterstützen kannst
  • Mailings zu besonderen Gelegenheiten, z.B. Geburtstag, Firmengründung
  • Ergänzend: Maßnahmen aus Punkt 4.

Bist du beispielsweise Coach für berufliche Weiterentwicklung, kannst du Kunden, die bereits ein Bewerbungs-Coaching bei dir absolviert haben, als (sinnvollen) ergänzenden Service ein Karriere-Coaching anbieten.

6. Nutze Facebook clever

Deine Facebook Seite hat sich dem Buddhismus verschrieben – sie wabbert da draußen irgendwo im Nirvana herum, leer und einsam? Dann wird es Zeit, sie mit Leben zu füllen, denn: Social Media ist ein toller Kanal zur Kundenakquise.

Kostenlose Facebook-Maßnahmen

Zur Optimierung deines Faceook-Auftritts gibt es viele kostenlose Maßnahmen:

  • Wähle ein aussagekräftige und attraktives Titelbild, das deinen Geschäftszweck zeigt
  • Wähle ein seriöses Profilbild, am besten dein Logo / ein professionelles Foto von dir
  • Bemühe dich um spannenden Content auf deiner Facebook-Seite, s. Punkt 1.
  • Sorge für Interaktion, z.B. durch Votings, Frage-Posts oder kleine Wettbewerbe
  • Biete einen „Blick hinter die Kulissen“ – das sorgt für Sympathie und Nahbarkeit
  • Zeig deine Projekte – ein Bild sagt mehr als tausend Worte
  • Verweise auf deine kostenlosen Whitepaper, Checklisten, Ebooks etc., s. Punkt 3.
  • Teile gute Testimonials, Empfehlungen und Bewertungen – und bedank dich dafür
  • Sei aktiv in Facebook-Gruppen – und profiliere dich durch hilfreiche Tipps als Experte
  • Gründe eine eigene Facebook-Gruppe

Kostenpflichtige Facebook-Maßnahmen

Für gewisse Marketingmaßnahmen musst du ein paar Euros in die Hand nehmen. Facebook-Werbeanzeigen sind eine davon. Du kannst sie über ein Werbeanzeigen-Konto erstellen - und deine Kunden gezielt damit targeten.

  • Pushe ausgewählte Posts durch Werbenanzeigen bei deinen Fans
  • Erstelle eine Lookalike-Audience deiner Fans oder von Fans, die bereits Kunden sind – und bewirb Posts speziell in dieser Zielgruppe
  • Nutze Retargeting – und schalte beispielsweise Werbeanzeigen für Facebook-Nutzer, die zuvor deine Website besucht haben (Facebook-Pixel)

Wichtig: Passe deine Werbeanzeigen an jede dieser Zielgruppen an – eine Lookalike-Audience (die dich noch nicht kennt) musst du mit anderen Posts bespielen als deine Facebook-Fans!

Lade außerdem alle Personen, die deine Beiträge „gelikt“ haben, zu deiner Facebook-Seite ein – dadurch kannst du deine Fanzahl quasi nebenbei weiter steigern.

7. Sei aktiv in Communities, Foren und Blogs

Eine weitere Online-Marketing Maßnahme sind Communites, Online-Magazine, Foren und Blogs aus deinem Themengebiet / deiner Branche. Sie bieten ebenfalls eine gute Möglichkeit, potentielle Kunden auf dich aufmerksam zu machen.

  • Beteilige dich an Diskussionen in einschlägigen Foren und profiliere dich hier als Experte für dein Themengebiet – in der Signatur kannst du deine Website verlinken
  • Stoße selbst interessante Diskussionen an
  • Kommentiere auf Blogs und Online-Magazinen – meist lässt sich deine Website im Profil verlinken
  • Kontaktiere relevante Blogger und Online-Magazine und schlag ihnen eine Kooperation vor, z.B. in Form eines Gastbeitrags zu einem spannenden, relevanten Thema – im Autorenprofil kannst du deine Website verlinken

Wichtig: Vermeide platte Werbung, sondern biete Informationen mit Mehrwert, die Leser begeistern. Das gilt insbesondere auch für Gastbeiträge, die du schreibst. Bist du Texterin, schreib beispielsweise einen Beitrag über „Die 10 wichtigsten SEO-Tipps für Blogtexte".

8. Website: Lass andere für dich sprechen!

Ganz am Anfang haben wir deine Website bereits aus SEO-Perspektive beleuchtet. Aber du kannst noch mehr tun, um dein Angebot attraktiv zu präsentieren.

Besonders zugkräftig: Externe Bewertungen, z.B. Zertifikate oder Kunden-Testimonials. Sie wirken auf potentielle Kunden authentisch und glaubwürdig – und heben dich von Wettbewerbern positiv ab.

Qualifikationen & Zertifikate

Weiterbildung ist wichtig – und noch viel wichtiger ist es, deine Qualifikationen auch entsprechend zu vermarkten. Zertifikate sind Gütesiegel, die dich von potentiellen Wettbewerbern unterscheiden können – und die du daher prominent auf deiner Website platzieren solltest.

Bewertungsportale

Kennst du ProvenExpert, Kununu oder Stiftung Warentest? Klar, sagst du jetzt wahrscheinlich – schließlich treibst du dich auch selbst regelmäßig auf diesen Plattformen herum.

Umso wichtiger ist es, dass auch du auf den relevanten Bewertungsportalen in deiner Branche vertreten bist. Verlinke ein prominentes Bewertungsportal auf deiner Website, bitte deine Kunden, dich zu bewerten – und lass diese Empfehlungen für dich sprechen!

Testimonials

Kunden vertrauen anderen Kunden. Das ist nicht nur bei Bewertungsportalen der Fall, sondern auch, wenn es um eine andere Form der Empfehlung – Testimonials – geht.

Darum solltest du dich um Testimonials bemühen: Bitte zufriedene Kunden um eine kurze Empfehlung aus 1-2 Sätzen – und platziere sie zentral auf deiner Website, am besten mit Foto und Name.

„Bekannt aus …“ Sektion

Du willst dich als Experte in deiner Branche platzieren? Dann bemüh dich um Gastbeiträge oder Fachartikel auf prominenten Blogs und Online-Magazinen (s. Punkt 1.) – und verlinke sie auf einer „Bekannt aus …“ Sektion auf deiner Website.

„Kunden & Projekte“ Sektion

Deine Projekte und Auftraggeber solltest du – sichtbar für alle potentiellen Kunden – auf deiner Website platzieren. So sehen Interessenten, dass dein Service gefragt ist und du regelmäßig Aufträge erhältst.

9. Schalte Google Adwords

Bisher haben wir – abgesehen von Facebook-Werbeanzeigen – vorwiegend kostenlose Online-Marketing Maßnahmen für die Kundenakquise besprochen.

Bei Google Adwords handelt es sich um bezahlte Textanzeigen zu bestimmten Keywords, die ganz oben auf den Suchergebnisseiten erscheinen. Dafür musst du dir zuerst ein kostenloses Adwords-Konto zulegen.

Jetzt kannst du deine erste Anzeige erstellen. Bist du beispielsweise Fotograf aus Hamburg, kannst du eine Google Ad erstellen, die speziell bei der Suchanfrage „Fotograf Hamburg“ erscheint. So kannst du ganz gezielt Kunden ansprechen, die auf der Suche nach deiner Leistung sind.

  • Schalte Anzeigen zu deinen wichtigsten Keywords
  • Präsentiere deine Alleinstellungsmerkmale in der Anzeige, z.B. „Zertifizierter Coach“, „Kostenloser Support“, „Über 96% zufriedene Kunden“ etc.
  • Baue Call-to-Actions (also Handlungsaufforderungen wie „Jetzt testen“) in deine Anzeige ein
  • Verlinke die Anzeige mit deiner Website – manchmal kann es sinnvoll sein, eine eigene, auf die Anzeige zugeschnittene Landing Page zu erstellen
  • Nutz die Analysetools in deinem Adwords-Account – und optimiere deine Anzeigen

10. Nutze Google Analytics

Weißt du, woher deine Kunden kommen? Und welche Seite auf deiner Website die mit den meisten Besucherzahlen ist?

Solche Informationen können dir enorm bei der Kundenakquise helfen. Mit dem kostenlosen Tool Google Analytics kannst sehen

  • wie viele Besucher deine Website hat
  • über welche andere Seiten deine Besucher kommen
  • welche Keywords deine Besucher verwendet haben
  • welche Inhalt sich deine Besucher ansehen
  • u.s.w.

Wenn du beispielsweise weißt, welche deiner Seiten besonders viel Traffic (Besucher) hat, kannst du diese Seite optimieren, indem du beispielsweise Call-To-Action Buttons, ein Pop-Up für deinen Newsletter oder einen Downloadlink für dein Ebook einbindest – so machst du aus Seitenbesuchern Leads oder sogar neue Kunden.

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