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PR & Marketing Guide in Krisen-Zeiten für Freelancer & Unternehmer

Viele Freelancer und Unternehmer, die bisher Offline unterwegs waren, hat die Corona-Welle kalt erwischt! Umsatzeinbrüche und Kundeneinbußen sind die Folgen, mit denen niemand vor einem halben Jahr gerechnet hätte.

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Doch auch wenn es für einige aktuell schlecht aussieht, werden nur die eine Chance haben, die den Kopf JETZT nicht in den Sand stecken. Vielleicht fühlst du dich ja gerade angesprochen – dann lies unbedingt weiter und erfahre, was du nun tun kannst!

Marketing-Tipp 1: Verfalle nicht in chaotischen Aktionismus!

Ich kann total nachvollziehen, dass du nun wahrscheinlich direkt Kunden gewinnen möchtest und alternative Umsatzquellen online generieren willst. Aber bitte verfalle nicht in puren Aktionismus und mache alles irgendwie.

Damit verschenkst du Zeit, Geld und wirst bestimmt nicht ans Ziel kommen. Ja, du solltest nun etwas tun. Aber effektives Marketing und Public Relations beginnt bei der Planung! Und die beginnt bei deinem Kunden und nicht bei deinem Angebot.

Marketing-Tipp 2: Was braucht dein Kunde jetzt in dieser Zeit?

Das ist die Frage, die du dir aktuell als Erstes stellen solltest, um wirklich Umsatz machen zu können. Bedenke auch: Deine Kunden erleben eventuell gerade ebenfalls eine harte Zeit! Und generell werfen die wenigsten von uns ihr Geld nicht „zum Fenster hinaus“.

Bevor du daher ein Angebot entwirfst, musst du deinen Kunden verstehen! Was sind seine Probleme und Herausforderungen jetzt gerade? Warum ist er dennoch bereit, Geld auszugeben und wofür? Die Bedürfnisse sind natürlich von Branche zu Branche anders. Die Fragestellung aber nicht!

Deshalb finde auch für diese Fragen Antworten für dich:

  • Warum nutzen meine Kunden bisher meinen Service?
  • Was brauchen sie nun, damit sie ein ähnliches Erfolgserlebnis haben?
  • Welches Produkt oder welche Dienstleistung kann ich ihnen nun alternativ online anbieten, damit sie mit mir in Kontakt bleiben?
  • Was haben sie für ein Problem, Herausforderung oder Wunsch, das/den ich aktuell nicht lösen und erfüllen kannst? Wie kann ich sie nun dennoch gut vorsorgen?

Marketing-Tipp 3: Sei flexibel

Fakt: Offline ist momentan nicht. Und natürlich darf man sich darüber ärgern und auch traurig sein, dass das Business aktuell nicht gut läuft – das ist vollkommen ok! Aber wenn du auch nach Corona noch bestehen willst, musst du JETZT aufstehen und weitermachen.

Bisher lag der Schnitt der Selbstständigen, die die ersten fünf Jahre überstehen bei 60 Prozent. Ich bin mir sicher, diese Zahl wird fallen. Und damit du nicht mit fällst, brauchst du einen Plan B sowie einen neuen Online-Wunschkunden und ein neues Online-Angebot.

Vielleicht musst du auch über die ein oder andere Technik-Hürde springen oder aus deiner Komfortzone raus wagen und dich auf Social-Media-Kanälen mit deinem Business zeigen. Wenn du dazu bereit bist, kann diese Krise für dich eine neue Möglichkeit sein, Kunden zu gewinnen! Auch hier können dir Reflexions-Fragen weiterhelfen und so manches AHA-Erlebnis auslösen.

Ein Beispiel: Viele Menschen können aktuell nicht zum Friseur. Das ist nicht für jeden dramatisch, aber für den ein oder anderen schon. Genau für diese Personen könnten Tutorials und Anleitungen ideal sein, wie sie sich zum Beispiel selbst die Spitzen schneiden können.

Hat der Friseur damit schon etwas verkauft? Nein, natürlich nicht. Aber er „sät“ wie man in der Fachsprache sagt. Er zeigt sein Können, baut Vertrauen zur Zielgruppe auf und hilft. Und was passiert mit uns, wenn uns jemand bei einer Herausforderung hilft?

Wir verknüpfen etwas Positives mit dieser Person, denn wir fühlen, dass sich jemand um uns kümmert. Und alle Situationen, die mit Emotionen verknüpft ist, merkt sich unser Gehirn besser. Das heißt, insbesondere die Dienstleister, die jetzt aktiv sind und ihre Hilfe anbieten, werden nach der Krise bevorzugt. Warum? Weil man sich an sie erinnert.

Aber was kann der Friseur machen, um etwas zu verkaufen? Ganz einfach: Wenn der Kunde nun mehr will als Spitzen-Schneiden? Dann könnte der Friseur mit einem kostenpflichtigen und detaillierten Tutorial alle seine Experten-Tricks zeigen. Und auch das kreiert beim Kunden ein positives Gefühl. Nämlich das, gut bei diesem Dienstleister aufgehoben zu sein.

Marketing-Tipp 5: Gib dein Wissen preis!

Aber halt, magst du gerade vielleicht denken – wenn der Friseur seine Tutorials an seine Kunden rausgibt, warum sollten sie sich dann später noch von ihm frisieren lassen?!

Diese Sorge lässt sich leicht mit dem Zitat „eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ erklären: Nur, weil dein Kunde vielleicht ein wunderbares Tutorial erhalten hat, wird er sich nicht mit deinem Können und deinem Erfahrungsschatz messen können. Das passiert übrigens fast jedem Dienstleister, der sich seit Jahren mit seiner Dienstleistung beschäftigt: Er übersieht seine Kompetenzen und glaubt, jeder könne das was er kann, spielend leicht. Aber das Gegenteil ist der Fall.

Ein weiterer Grund liegt doch eigentlich auf der Hand: Die Lust sich etwas Gutes zu tun! Das erklärt auch, warum wir auch dann noch Restaurants oder Cafés besuchen, obwohl wir alle eine Küche zuhause haben.

Also gibt dein Wissen preis und freue dich über treue Kundenbeziehungen.

Marketing-Tipp 6: Starte auf Social Media

Warum ich dir das rate?! Weil der Aufwand der Geringste ist und du am schnellsten erste Effekte siehst. Aber auch hier ist dein Wunschkunde dein Kompass. Denn es macht keinen Sinn, mit allen möglichen Kanälen zu starten. Suche dir 1-2 Kanäle aus, auf denen du deine Zielkunden vermutest.

Es wird dir nicht helfen auf Tiktok präsent zu sein, wenn deine Kunden über zwanzig sind und diesen Kanal kaum nutzen. Auch wenn Tiktok gerade gehyped wird. Besinne dich zunächst auf deinen Kunden und sein Nutzerverhalten und lege dann los.

Beachte: Bei Social Media geht es darum, mit Personen in Kontakt zu treten und „sozial“ zu sein. Bitte vermeide es, wahllos deine Angebote zu streuen. Das will wirklich keiner und ist nur Spam. Außerdem sind die Menschen im Internet sogenannte „kalte“ Kunden, weil sie dich und dein Business nicht kennen. Und je „kälter“ ein Kunde ist, desto schwieriger ist es, dass er bei dir etwas kaufen wird. „Warme“ Kunden vertrauen dir und kaufen aus diesem Grund!

Marketing-Tipp 7: Sammle E-Mail Adressen

Nein, der Newsletter ist nicht tot – du solltest unbedingt deine E-Mail Liste pflegen oder dir eine anlegen. Warum? Auch wenn ich empfehle, mit Social Media zu starten, würde ich parallel immer mit einer E-Mail Liste arbeiten. Denn die Social Media Kanäle gehören uns nicht.

Das heißt, wenn Facebook sich entscheidet, die Plattform einzustampfen oder kostenpflichtig zu machen, sind deine Kontakte verloren oder werden teuer. Und klar, das ist vielleicht aktuell nicht sehr wahrscheinlich, aber wie wahrscheinlich war Corona letztes Jahr?

Mir ist es auch bereits passiert, dass meine Facebook-Seite kurzfristig gesperrt wurde. Durch meine E-Mail-Liste konnte ich aber den inneren Kern, also die Menschen, die meine Arbeit wertschätzen, immer noch erreichen.

Ich empfehle dir als E-Mail Plattform Activ Campaign. Das Tool ist zwar nicht kostenfrei, aber in der Funktionalität einfach unschlagbar. Alternativ kannst du mit dem kostenfreien Mailchimp starten. Achte aber immer auf das Double-Opt in, damit dich keine rechtlichen Konsequenzen erwarten. Mit dem Double-Opt in bestätigt der Nutzer, dass er auch wirklich deine Infos erhalten will.

Extra-Tipp: Benenne deinen Newsletter nicht als „Newsletter”, sondern lass dir etwas Kreatives einfallen – zum Beispiel „Finanz-Godletter“. So denken User weniger an Spam!

Marketing-Tipp 8: Erschaffe Inhalte mit Mehrwert und poste regelmäßig

Kennst du auch diese sinnlosen Postings von Firmen, die den Blumenstrauß für die Sekretärin fotografieren oder ein neues Projekt verkünden, deren Zusammenhang eh nur Interne verstehen werden? Genau solche Postings solltest du nicht verfassen. Auch Newsletter sind dadurch bei vielen auf der „roten Liste“, da man von vornherein Belangloses oder Werbliches erwartet.

Doch wie kreierst du Themen mit Inhalt? Nimm dir deine Antworten aus Tipp 2 zur Hand und überlege, welchen Mehrwert du liefern kannst. Teile den Mehrwert in Inhalts-Häppchen auf und verteile ihn auf mehrere Postings und/oder deinen monatlichen Newsletter. Eine weitere Idee, um Themen zu generieren, findest du auf der Website „Kleiner-Kalender“. Dort erhältst du zu jedem Tag mehrere Ideenvorschläge.

Poste regelmäßig und schreibe Newsletter monatlich, besser noch wöchentlich. Denn Regelmäßigkeit ist wichtig, damit du bei deiner Zielgruppe immer wieder auf dem Radar erscheinst. Ja, vielleicht meinst du, du könntest deine Zielgruppe langweilen. Da kann ich dich beruhigen: Deine potenziellen Kunden beschäftigen sich nicht ansatzweise so viel mit deinem Business wie du selbst.

Das heißt: Wenn dir deine Botschaft schon sprichwörtlich „aus den Ohren hängt“ ist sie bei deiner Zielgruppe gerade erst angekommen. Das ist das wichtigste Learning aus meiner Werbeagenturzeit! Du kannst also zu einem Thema 5 Postings kreieren und sie auf den Monat verteilt posten. Ich verspreche dir: Es wird niemandem auffallen! Ganz im Gegenteil: Deine Botschaft wird bei deiner Zielgruppe verankert!

Marketing-Tipp 9: Netzwerke online

Vielleicht bist du bisher auf diversen Netzwerkveranstaltungen aktiv gewesen und meinst, das geht jetzt nicht mehr. Da liegst du falsch – auf vielen Plattformen findest du Online-Netzwerktreffen, die dir helfen können, dein Netzwerk zu erweitern.

Achte unbedingt darauf, dass das Netzwerk deinen beruflichen Ansprüchen entspricht. Denn unter den Netzwerken gibt es Unterschiede wie Tag und Nacht. Besonders in solchen, wo es nur darum geht, Dinge & Dienstleistungen zu verkaufen, bist du meistens schlecht aufgehoben.

Warum? Weil es nicht wirklich ums Networking geht, sondern um die eigene Profilierung. Damit ist dir aber nicht geholfen. Gute Netzwerke, empfehlen dich und deine Dienstleistung weiter. Teilweise ist die Mitgliedschaft aber auch mit Aufgaben oder einem Kostenbeitrag verbunden. Das muss aber nicht schlecht sein, sondern kann dir zeigen, ob die Veranstalter es ernst meinen und nur Mitglieder in ihren „inner Circle“ lassen, die ihr Business ernst nehmen. Die beliebtesten Plattformen für digitales Netzwerken sind: Xing, LinkedIn, Eventbrite und Meetup.

Marketing-Tipp 10: Fall nicht auf Scheinriesen rein

Vielleicht bekommst du bereits seit Tagen Freundschaftsanfragen auf Xing, LinkedIn und Facebook von selbsternannten Online-Marketern gesendet, die dir versprechen, online Kunden zu gewinnen. Oder du siehst in deinem Social Media Feed Posts von „Kundengewinnungs-Profis“, die dir versprechen ohne viel Geld und Zeitaufwand spielend leicht Kunden zu gewinnen.

Häufig stehen diese Aussagen im kontroversen Gegensatz zu den Marketing-Maßnahmen, die diese Scheinriesen selber anwenden. Schaut man ein wenig genauer, erkennt man, dass die Postings auf Facebook & Co kostenpflichtige Werbeanzeigen sind. Erkennbar ist das an dem kleinen, grauen „Gesponsort“ unter dem Namen oder der Seite der Person.

Oftmals stehen diese Personen auch werbeträchtig vor einem Auto, halten eine Rolex dominant in die Kamera oder strahlen dich aus einer Hängematte an. Das ist alles Taktik, um deine Sehnsüchte zu triggern, damit du kaufst.

Lass die Finger von solchen fadenscheinigen Angeboten! Auch wenn sie sich noch so reizvoll anhören. Nichts tun zu müssen und damit Geld zu verdienen – wenn du ehrlich zu dir bist, weißt du, dass das nicht funktionieren kann. Sonst würde es doch jeder machen! Stimmt’s?! Kein seriöser Markter behauptet, dass du nichts für deinen Business-Erfolg tun musst.

„Erfolg ist das, was folgt“ heißt es so schön und ja, da ist was dran. Ein seriöser Marketer sagt dir aber auch, dass es Spaß macht, an deinem Online-Business zu arbeiten und entwickelt mit dir eine maßgeschneiderte Strategie, damit du treue Fanbeziehungen aufbaust. Nur Kunden herzaubern, das kann ein Marketer nicht.

Mein Tipp, um die Guten von den Schlechten zu unterscheiden: Google! Gehe auf die Website und scrolle zum Impressum. Das befindet sich meistens im Footer, also ganz unten auf der Website. Ist diese Website gerade neu und erst seit diesem Jahr auf dem Markt, sei wachsam.

Hat der Marketer gar keine Website, sei noch wachsamer. Was macht die Website auf dich für einen Eindruck? Ist sie liebevoll gestaltet, sind die Blogbeiträge persönlich oder klingen, als hätte sie jemand schnell heruntergeschrieben? Wirken die Testimonials echt oder ist ihr Feedback eher standardisiert?

Gibt es vielleicht sogar ein Video-Testimonial? Das machen viele seriöse Marketer nämlich mittlerweile, damit du dir einen besseren Eindruck verschaffen kannst, denn ein Video kann man nicht so leicht „faken“ wie ein fünfzeiliges Testimonial. Haben die Testimonials wiederum Websites, die aktiv sind? All das sind neben dem eigenen Bauchgefühl Parameter, die man checken sollte.

Über Aline Pelzer von Female Power PR

Aline Pelzer unterstützt Selbstständige und mittelständige Unternehmen dabei, auf den Radar ihrer Wunschkunden zu gelangen. Mit einer nachhaltigen und authentischen PR & Marketing-Strategie, die aus Interessenten Kunden macht!