Alle Posts

Brauchst du als Freelancer für dein Unternehmen ein Logo?

Du hast dich selbstständig gemacht, arbeitest als Freelancer oder Kleinunternehmer, hast schon einige Aufträge an Land gezogen, aber bisher noch nicht daran gedacht, dir ein eigenes Logo zuzulegen?

Arbeit am Schreibtisch

Das ist verständlich, denn wenn es um die Unternehmensgründung geht, denkt man natürlich erstmal an die Geschäftsidee, eine Internetseite und Kundenakquise als sich mit Details, wie einem Logo auseinanderzusetzen.

Wir verraten dir in diesem Artikel, warum ein Logo dennoch wichtig ist für ein Unternehmen und nicht unterschätzt werden sollte, was ein ansprechendes Logo ausmacht und wie du dir günstig selbst eins erstellen kannst.

Was ist ein Logo?

Ein Logo ist ein Bild, ein Unternehmenszeichen oder ein Markenzeichen, das ausschließlich einer Marke zugeordnet ist. Die meisten Logos sind eine Symbiose aus Buchstaben, Wörtern und/oder Bildern, die zusammen einen bestimmten Sinn ergeben und für das Corporate Design einer Firma stehen.

Das Logo repräsentiert dein Unternehmen, es ist das Erscheinungsbild deines Unternehmens. Es sollte, wenn möglich, im Briefkopf, auf deiner Website, auf deinen Visitenkarten, deinen Flyern, in deiner E-Mail Signatur sowie auf deinen Rechnungen und Angeboten erscheinen - eben alles, was dein Unternehmen nach außen repräsentiert.

Warum ist ein Logo auch für kleine Unternehmen und Freelancer wichtig?

Nicht nur für große Unternehmen ist ein Logo wichtig, auch Kleinunternehmer und Freelancer, sollten sich ein Logo erstellen bzw. sich ein Logo erstellen lassen. Es steigert den Wiedererkennungswert deines Unternehmens, dient als Marketinginstrument und etabliert deine Identität (Stichwort Corporate Identity). Denk zum Beispiel an Logos von Starbucks, McDonalds, Coca Cola Nike oder Apple. Jeder kennt die Logos dieser großen Firmen.

Coca Cola

Dank eines Logos können Kunden dein Unternehmen, dein Produkt und deine Dienstleistung immer identifizieren. Dies ist vor allem wichtig, wenn du nicht der Einzige bist, der dein Produkt bzw. deine Dienstleistung anbietet. Bei einem großen Markt, ist es umso wichtiger, sich abzugrenzen. Mit einem einzigartigen, interessanten Logo hast, kannst du dich von Mitbewerbern abheben. Dein Logo sagt der Welt wer du bist.

Arten von Logos

Es gibt eine unendliche Vielfalt an Logos. Wir stellen dir im Folgenden verschiedene Typen von Logos vor, um dich bei deiner eigenen Logo Auswahl zu inspirieren.

Der Unternehmensname:

Das simpelste Logoformat ist, einfach den Namen deines Unternehmens zu nennen bzw. auszuschreiben. So haben es schon viele Unternehmen vor dir gemacht (Coca Cola, McDonalds, Ben & Jerry's, Walt Disney, Facebook, Sony etc.). Vorteil hierbei ist, dass das Logo die Marke genau und deutlich angibt. Solch ein Logo eignet sich vor allem bei kurzen Unternehmensnamen.

Abkürzungen:

Wenn der Name der Firma lang und schwer zu merken ist, empfiehlt es sich, eine Abkürzung zu verwenden: BMW (Bayerische Motoren Werke), NFL (National Football League), HP (Hewlett-Packard).

Symbole:

Sie eignen sich für große, bekannte Unternehmen. In einem kleinen Unternehmen könnten Symbole von Kunden missverstanden werden. Beispiele sind der blaue singende Vogel von Twitter, der angebissene Apfel von Apple, der grüne Android-Roboter.

Apple Store

Abstraktion:

Abstrakte Formen sind ist eine gute Option für diejenigen, die sich für ihr Unternehmenslogo etwas Ausgefalleneres wünschen. In diese Kategorie fallen vor allem abstrakte geometrische Formen.

Am bekanntesten sind beispielsweise das Google Chrome-Laufwerk, sowie der dreifarbige Pepsi-Kreis. Die für ein solches Logo ausgewählten Formen weisen oftmals nicht direkt auf das Tätigkeitsfeld des Unternehmens hin, was eventuell nachteilig sein könnte.

Kombination aus Text- und Grafikelementen:

Das ist die häufigste Option, die von Unternehmen gewählt wird. Ein Beispiel hierfür ist Adidas. Im Logo sind nicht nur der Markenname, sondern ebenfalls die drei Streifen enthalten.

Natürlich gibt es noch viele weitere Formen von Logos, wie zum Beispiel Embleme, Siegel und Figuren - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wir haben uns in dieser Aufzählung auf die am häufigsten vorkommenden Formen von Logos beschränkt.

Was ist bei der Erstellung eines Logos zu beachten?

Dein Logo sollte vor allem simpel sein. Ein Blick auf dein Logo sollte im besten Fall genügen, damit deine Kunden und potentielle Neukunden wissen, worum es sich bei deiner Marke handelt. Das Logo sollte dem Thema deines Businesses entsprechen.

Du arbeitest als Friseur oder Hairstylist? Wie wäre es zum Beispiel mit einem Föhn oder einer Schere in deinem Logo. Wenn du hingegen in der Gastronomie tätig bist, würden zum Beispiel Messer und Gabel zu deinem Logo passen.

Was die Schriftart angeht, so solltest du in erster Linie selbstverständlich beachten, dass der Name lesbar ist. Es sollten keine komplizierten Formen enthalten sein oder zu viele Verschnörkelungen. Auch hier lautet das Zauberwort: Simplizität.

Die Farbe bzw. die Farben deines Logos spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle. Konzentriere dich bei der Farbauswahl nicht nur auf deine eigenen Lieblingsfarben, sondern denke an die Vorlieben deiner Kunden.

Logos designen

Am häufigsten werden die Farben blau, rot, schwarz, weiß, gold und gelb bei Logos gewählt, da diese für die meisten Menschen am ansprechendsten sind. Verwende am besten warme Farben, denn sie strahlen Ruhe und Sicherheit aus.

Wie erstelle ich ein Logo für mein Unternehmen?

Normalerweise werden Grafikdesigner beauftragt, um ein Logo anzufertigen. Wenn dir als Kleinunternehmer das nötige Budget hierfür (noch) fehlt, gibt zum Glück ein paar günstigere Alternativen, mit denen du selbst ein Logo erstellen kannst.

Hier deine Checkliste für ein gutes Logo:

  • es drückt klar aus, was du tust
  • es ist prägnant und einfach gehalten
  • es ist deinen Wettbewerbern in Farbe oder Stil nicht ähnlich
  • es sieht in Schwarz-Weiß gut aus
  • es skaliert ohne Probleme auf Webseite, Briefkopf etc. und sieht gleichermaßen hochwertig aus

Tools zur Logoerstellung

Microsoft Word

Der Texteditor von Microsoft verfügt über Tools, mit denen du mit Schriftarten und Bildern experimentieren kannst. Der einfachste Weg, ein Textlogo in Word zu erstellen, besteht darin, eine unter dutzenden Schriftarten auszuwählen.

Du kannst außerdem mit geometrischen Formen und Symbolen arbeiten und diese mit deinem Text kombinieren. Mit dem WordArt-Service kannst du dekorative Elemente hinzufügen, verschiedene Hintergründe verwenden, Schatten und Striche zeichnen.

Adobe Photoshop/Illustrator

Wenn du Erfahrung mit Adobe hast, kannst du Photoshop benutzen. Du kannst ein grafisches Element selbst zeichnen oder auf speziellen Webseiten (Flaticon, Freepik, Iconfinder) herunterladen. Schriftarten können kostenlos über die Service Fontfabric, Fontsonline oder Allfonts heruntergeladen werden.

Logaster

Logaster ist ein Online-Generator, mit dem du in wenigen Minuten ein attraktives Logo erstellen kannst. Du gibst den Namen deines Unternehmens ein, der aus mindestens 3 Zeichen bestehen sollte und klickst auf die Schaltfläche „Logo erstellen“.

Mit dem Generator kannst du das Geschäftsfeld, das gewünschte Farbschema, den gewünschten Stil und die gewünschte Schriftgröße auswählen. Im Bearbeitungsmodus ist es einfach, den Farbton, die Position der Hauptelemente und die Konturen zu korrigieren.

Der letzte Schritt, um dein eigenes Logo zu erhalten, besteht darin, eine einfache Registrierung auf der Webseite durchzuführen und das fertige Produkt herunterzuladen.

Das Budget eines kleinen Unternehmens erlaubt es in der Regel nicht, große Beträge für ein Logo auszugeben. Laut einer Logaster-Studie möchten 27 % der Unternehmer nicht mehr als 30 US-Dollar für ein Logo zu zahlen, 25 % würden 31 bis 100 US-Dollar zahlen und 21 % würden 100 bis 500 US-Dollar ausgeben. 18 % der Befragten möchten dagegen überhaupt nicht für ein Logo zahlen.

Gute Nachricht: Erfolg kann schon mit einem kleinen Budget erzielt werden. Zum Beispiel kostete das legendäre Nike-Logo dem Unternehmen nur 35 US-Dollar. Twitter kaufte ein Bild eines Vogels auf einer der Aktienseiten für 15 US-Dollar. Hab also keine Angst davor, Online-Dienste für Logos zu nutzen - denn sie liefern ebenfalls hervorragende Ergebnisse.

Schlussfolgerung

Um dein Unternehmenslogo als Freelancer zu erstellen, musst du kein Photoshop-Profi sein und keine großen Geldsummen ausgeben. Darüber hinaus ist es nicht erforderlich, beim ersten Mal DAS perfekt Logo anzufertigen. Alle bekannten Logos werden von Zeit zu Zeit neu gestaltet, und Adidas verwendet inzwischen bereits vier verschiedene Symbole für verschiedene Produktlinien.