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Wie wird man eigentlich Fitnesstrainer/in?

Titelbild Fitnesstrainer

Shape your body! Heutzutage steht Sport für viele ganz weit oben auf der Liste der Freizeitaktivitäten. Kein Wunder: Die meiste Zeit am Tag verbringen wir sitzend im Büro - da wollen wir uns nach Feierabend so richtig auspowern.

Aber: Wir wird man eigentlich Fitnesstrainer/in? Im Interview haben wir zwei Debitoor Nutzer und Fitnesstrainer gefragt, wie sie zu ihrem Beruf gekommen sind: Personal Trainer Alexander Brömauer und Zumba Trainerin Sabrina Schneeberger.

Warum bist du Fitnesstrainer/in geworden?

Sabrina:

Ich habe 2011 meinen ersten Zumba Kurs besucht und mich auf Anhieb mit der Trainerin sehr gut verstanden. Sie hat mich während der Stunde immer zu sich geholt und ich durfte mit ihr und alleine einzelne Lieder/Choreos tanzen.

Sie wurde spontan krank und ich sollte die Stunde machen - und da hab ich den Entschluss gefasst, mein Zumba Fitness Lizenz zu machen. Dann weiss ich wenigstens genau was ich davorne mache ;-)

Alexander:

Vor rund 9 Jahren fing ich an, mit Freunden Kraftsport als Ausgleich zum beruflichen Alltag (da der Schulsport fehlte) zu machen. Immer mehr kam ich mit der Materie des Kraftsports in Berührung. Mit den Erfolgen wuchs auch der Ehrgeiz, mehr darüber zu erfahren und zu verstehen, wie und vor allem warum das so funktioniert.

Fitnesstrainer / Personal Trainer Alexander Brömauer Personal Trainer Alexander Brömauer im Kundengespräch

Ich habe mich dann nach ca. 3 Jahren im Clever Fit Landsberg beworben und habe dort viele hausinterne Schulungen und Fortbildungen besucht. Mit dem Wissen wuchs meine Neugierde und der Wunsch nach noch mehr, sodass ich in den Jahren darauf meine B Lizenz und meine A Lizenz machte.

Mit dem Wissen und der Erfahrung stieg auch der Verdienst. Um dennoch möglichst viel in der Praxis zu bleiben, machte ich mich selbständig. So konnte ich mehr verdienen und zugleich mehr arbeiten.

Was beinhaltet dein Angebot? Hast du dich auf einen besonderen Trainingsansatz spezialisiert?

Sabrina:

Also Zumba Fitness Instructor sollte es oberste Priorität sein, den Teilnehmer mit Spass zum Sport zu bewegen. Wir tanzen und haben dabei Fitnesselemente in den Choreos. Die Stunde kann von jedem - egal welches Fitnesslevel er hat - besucht werden.

Mein Ziel ist es, dass jeder Teilnehmer, ob jung oder alt, fit oder weniger fit, die Stunde mit Spass durchhalten kann.

Fitnesstrainerin / Zumba Trainerin Sabrina Schneeberger Zumba Trainerin Sabrina Schneeberger

Alexander:

Ich biete als Leistungen vor allem Personal Training und Ernährungscoaching an, d.h. vor allem individuelle Trainings & Ernährungspläne. Für diejenigen, die selbst wissbegierig sind und etwas dazu lernen möchten, habe ich ein eigenes Konzept entwickelt: Ich berate die Teilnehmer darin, wie sie sich zum Thema Ernährung so viel Wissen aneignen, dass sie ihre Ziele damit erreichen. Das ganze teilt sich in eine Figur-, und eine Fitnessernährung auf.

Ein weiterer Schwerpunkt von mir ist das medizinische Fitnesstraining. Dieses beinhaltet unter anderem die Erstellung von Trainingsplänen bei verschiedenen orthopädischen & neurologischen Krankheitsbildern. Aber auch Small Group Personal Trainings gehören dazu, z.B. „Rückenschule“.

Mein Trainingsansatz basiert sehr auf der aktuellen Studienlage und ändert sich deshalb von Jahr zu Jahr, aber auch von Kunde zu Kunde, um jeden so gut wie möglich beraten und an sein Ziel führen zu können.

Wie gestaltest du deine Trainings? Wie ist ein Fitnesstraining bei dir aufgebaut?

Sabrina:

Wir haben von Zumba Vorgaben, die wir auch einhalten sollten:

  • Warm up
  • Salsa, Merengue Reggeaton und Cumbia
  • Cooldown und Strechting

Der Rest der Stunde ist uns überlassen. Ich richte mich da nach meinen Teilnehmern, mal mit mehr Herz-Schmerz Musik oder Power. In unseren Stunden lachen, schwitzen und haben Spass.

Alexander:

Meine Trainings bestehen immer aus folgenden Teilen:

  • Warm up
  • Mobilisation/Stabilisation
  • Krafttraining
  • Cool down / Dehnen

Je nach Trainingsziel kann das Training in einem Studio, privat bei dir daheim, in der Natur oder in einem gemieteten Raum stattfinden.

Ein Training kann mal funktionell sein, oder nur an Maschinen oder über Manual Resistance und Manual Stretching – das variiert sehr stark nach Kunden, Indikation, Zeit und Vor-Ort-Möglichkeiten.

Website von Fitnesstrainer Alexander Brömauer Website von Personal Trainer Alexander Brömauer

Wie hast du dich zum/zur Fitnesstrainer/in aus-, bzw. weitergebildet?

Sabrina:

Zumba bietet uns diverse Möglichkeiten der Weiterbildung. Wir erhalten monatlich neue Musik und alle 2 Monate Choreos (die wir nutzen können, aber nicht müssen). Es gibt Jam Sessions und/oder Academies, die wir besuchen können.

Ich habe neben der Zumba Fitness Lizenz noch die Strong by Zumba Lizenz und Piloxing SSP. Unterrichte aber auch mal andere Formte wie Bauch Beine Po, HIIT oder Pilates.

Alexander:

Ich habe parallel zu meinem Hauptjob (Intensivpflegefachkraft) mit hausinternen Fortbildungen von Clever Fit begonnen. Danach habe ich mich über ein Fernstudium an der IST Hochschule zum Dipl. Sport- & Gesundheitstrainer ausbilden lassen. Dieses beinhaltet neben dem Diplomabschluss auch die Trainer B Lizenz sowie verschiedene weitere A & B Lizenzen, wie z.B. Ernährung, Personal Training, medizinisches Fitnesstraining etc.

Was war deine größte Herausforderung, als du dich als Fitnesstrainer/in selbstständig gemacht hast?

Sabrina:

Ich arbeite noch in meinem Hauptberuf, die Kurse mache ich nebenbei (ich bin als Kleinunternehmer und im Nebenerwerb selbstständig). Die Fitnessbranche ist recht schnelllebig, was heute toll ist, kann morgen schon wieder out sein. So ist das auch mit den Kursen.

Die größte Angst, nur Fitness Trainer zu sein, ist die nicht immer zeitnahe Bezahlung der Studios und die Unsicherheit, dass die Kurse jederzeit abgesetzt werden könnten.

Website von Fitnesstrainerin Sabrina Schneeberger Website von Zumba Trainerin Sabrina Schneeberger

Alexander:

Ganz klar. Den Hauptjob und die Selbständigkeit unter einen Hut zu bekommen. Viel betriebswirtschaftliches Wissen musste ich mir selbst aneignen. Mittlerweile gilt es vor allem die Flut an Arbeit zu bewerkstelligen.

Was gefällt dir an deinem Beruf am meisten?

Sabrina:

Meine Teilnehmer - es gibt nichts Schöneres, als das Lächeln eines total ausgepowerten Teilnehmers, der dir nach der Stunde sagt, schreibt oder whatever:

  • „Ey heute war es wieder super. Danke.“
  • „Mein Tag war echt schlecht, aber Du hast ihn wieder hinbekommen.“
  • „Deine Stunden sind mein Highlight der Woche!“
  • etc.

Alexander:

Am Glücklichsten macht es mich, wenn ich die Erfolge meiner Kunden sehe – egal ob alt oder jung, ob abnehmen oder zunehmen. Schön ist auch ein einfaches „Danke! Ich kann endlich wieder aufstehen ohne Schmerzen“.

Glücklich zu sein, wenn andere glücklich sind und zufrieden sind mit deiner Dienstleistung - man ist ja nicht nur Trainer, sondern auch Therapeut, Coach, Psychologe und Drill Instruktor.