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START Berlin

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Ana Carolina Alex (ganz links) ist Vorstandsvorsitzende der studentischen Intiative START Berlin. Im Interview erzählt sie, wie sie Studierende auf dem Weg zur eigenen Unternehmensgründung unterstützen wollen.

Was macht START Berlin, was ist euer Anliegen?

START Berlin ist eine studentische Initiative für alle Hochschulen in Berlin. Unsere Themen sind Startups und Entrepreneurship. Wir wollen Studierende erreichen, sie inspirieren und ihnen einen Zugang zur Startup-Welt geben. Wir sind sowohl für diejenigen da, die sich damit noch gar nicht beschäftigt haben, aber auch für die, die schon einen konkrete Gründungsidee haben oder ein Praktikum in einem Startup suchen.

Eines unserer Mitglieder, der gerade mitten in der Gründung seines Unternehmens steckt, hat diese Woche eine wichtige Präsentation. Er wird vor uns pitchen und wir geben ihm Feedback, das gehört auch zu unseren Tätigkeiten.

Wir bieten, alleine oder gemeinsam mit anderen Organissationen, Workshops zum Thema Gründung an.

Zusammengenommen geht es darum, den Studierenden erste Schritte in die Gründerszene leicht zu machen. Wenn es dann um konkrete Gründungen geht, um Inhalte und Finanzierung etwa, dann gibt es weitere Ansprechpartner. Zum Beispiel die Gründungszentren an den Universitäten. Dorthin vermitteln wir dann weiter.

Wie lange macht ihr das schon?

Seit 2012. Wir sind quasi selbst noch ein Startup.

Seit wann bist du dabei?

Seit April 2014. Ich kenne den Gründer von START Berlin, der hat das Gleiche studiert wie ich.

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Was hast du denn studiert?

Den Masterstudiengang Innovationsmanagement und Entrepreneurship an der TU Berlin. Da bin ich grade noch dabei.

Alle Mitglieder sind Studierende oder studiumsnah. Einige sind gerade frisch aus der Uni raus, oder stecken noch in einer studentischen Gründung, aber die meisten studieren noch.

Hast du selbst schonmal ein Unternehmen gegründet?

Ich habe selbst noch nicht gegründet. Ich war mal an einem Projekt beteiligt, das eine Unternehmensgründung hätte werden können. Wir waren in einem Pre-Incubation-System, hatten also schon eine erste kleine Finanzierung bekommen und ein bisschen rumprobiert. Aber wir haben nach einigen Monaten beschlossen, dass das nichts wird, unter anderem, weil alle Beteiligten sehr verteilt in ganz Europa waren, das wurde zu kompliziert.

Mit dem richtigen Team und der richtigen Leidenschaft für ein Produkt kann ich mir aber gut vorstellen, selbst zu gründen. Allerdings nur dann, nicht einfach Gründen um des Gründens willen.

Du hast gerade von deiner eigenen Gründungsgeschichte erzählt, die dann am Ende doch nicht geklappt hat. Ein bisschen klingt das wie eine dieser typischen Berlin-Geschichten. Es gibt sehr viele Ideen, es passiert sehr viel, aber dazu gehört dann manchmal eben auch, dass es nicht läuft wie geplant, oder unvollendet bleibt. Wie siehst du denn die Gründerszene speziell in Berlin?

Berlin ist die Gründerhauptstadt Deutschlands, und vielleicht auch bald Europas.

Es gibt hier viel mehr Menschen, die einfach mal was ausprobieren. Das liegt natürlich auch daran, dass Startups gehypt werden und man ständig mit dem Thema in Berührung kommt. In anderen Städten hat man glaube ich mehr Hürden und Denk-Umwege vor sich, bis man wirklich anfängt, etwas zu tun.

Mehr Infos zu Veranstaltungen von START Berlin und dem offenenen monatlichen Gründerstammtisch der Intiative unter www.start-berlin.com/