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Interview mit Katharina Borgmann | wein.heimat

Katharina Borgmann und ihr Weinhandel wein.heimat

Katharina Borgmann hat als passionierte Weinliebhaberin ihren eigenen Shop wein.heimat eröffnet, über den sie auch online Weine junger, innovativer Winzer verkauft. Im Debitoor Interview gibt sie Tipps, woran man auch als Laie einen "guten" Wein erkennt. Und, welche Weinsorte besonders beliebt ist.

Hallo Katharina, bitte beschreibe dich und dein Unternehmen wein.heimat in ein paar Worten.

Mein Name ist Katharina Borgmann und ich bin Inhaberin von wein.heimat in Bremen. Ich vertreibe ausschließlich deutsche Weine junger, innovativer Winzer sowie einige Startup-Spirituosen. Das mache ich sowohl über mein Ladengeschäft als auch über meinen Online-Shop. Daneben biete ich auch Weinseminare für Einsteiger.

Website von Katharina Borgmann und wein.heimat

Warum hast du dich entschieden, dich selbstständig zu machen?

Ich habe mich für die Selbstständigkeit entschieden, weil mich alter Job in einer Agentur nicht mehr glücklich gemacht hat. Außerdem wollte ich wieder mit echten Produkten und Menschen arbeiten.

Wie entscheidest du, welche Weine und Marken du in deinem Ladengeschäft verkaufst? Hast du bestimmte Kriterien?

Das Wichtigste ist der Geschmack. Dann schau ich mir an welche Rebsorten hat der Winzer im Angebot, irgendwelche Besonderheiten.

Der Winzer sollte eine Persönlichkeit sein und es ist mir wichtig aufzuzeigen was dieser mit dem Wein macht. Und dann spielt natürlich auch das Etikett eine Rolle.

Woran erkennt man - auch als Laie - die Qualität eines Weins?

Der Preis ist ein erster Indikator. Fünf Euro darf man für einen ordentlichen Wein ausgeben. Leider kann man anhand der ungeöffneten Flasche nur schwer die Qualität des Inhalts erkennen. Wenn möglich dann sollte man den vorher probieren.

Häufig scheitert es aber nicht an der fehlenden Qualität der deutschen Weine. Das Weingesetzt ist in Deutschland sehr streng und ohne eine amtliche Qualitätsprüfung und eine AP-Nummer kommt kein Wein in den Handel.

Die meisten Laien kaufen keinen qualitativ schlechten Wein, sondern einfach nur eine Rebsorte die ihnen nicht schmeckt. Und das wird dann leider mit schlechter Qualität gleichgesetzt.

Deshalb mein Rat an alle: Bewusst Rebsorten probieren. Das ist wie bei Nutella und Nusspli. Beides Nuss-Nugat-Creme aber trotzdem auch komplett unterschiedlich.

Gibt es einen Wein, der besonders beliebt ist und gerne bei dir gekauft wird?

Riesling! In allen Facetten. Die meisten Kunden verlieben sich in einen Einsteiger-Riesling in die Sorte und verfallen ihr dann komplett. Dann haben sie Blut geleckt und trinken sich durch die verschiedenen Anbaugebiete und Qualitätsstufen.

Vielen Dank für das Interview! :-)

Andrea
Geschrieben von
am 09.12.17