Lexikon
Debitoor Buchhaltungslexikon
Startup

Startup - Was ist ein Startup?

Ein Startup (auch: Start-Up) ist ein junges, noch nicht vollständig etabliertes Unternehmen mit innovativer Geschäftsidee, hohem Wachstumspotenzial sowie geringen finanziellen Ressourcen.

Du hast selbst eine unternehmerische Idee, die die Welt verändern könnte? In unserer Gründerlounge erfährst du, wie du Schritt für Schritt erfolgreich in die Selbstständigkeit startest.

Das Besondere an Startups sind die wirklich innovativen Ideen und das Ziel schnell und stark zu wachsen. Während viele Marktneuheiten lediglich Abwandlungen schon vorhandener Produkte oder Services darstellen, wollen Startup-Gründer mit ihrem Konzept bestehende Strukturen „sprengen” und alte Geschäftsmodelle ersetzen.

Deshalb sind Startups oft im Technologie-, Wissenschafts- und Kommunikationssektor tätig. Sogenannte Tech-Startups nutzen die Vorteile der Digitalisierung und realisieren damit völlig neuartige, kreative Projekte.

Auch wenn Freelancer und Selbstständige keiner fremden Arbeitsorganisation angehören und ihr eigenes, neues Unternehmen führen, arbeiten sie doch oft in einer bestimmten, etablierten Branche.

Jedes Startup ist also ein neu gegründetes Unternehmen, aber nicht nicht jedes neue Unternehmen ist auch ein Startup.

Ein Startup gründen: Die 6 Phasen der Entwicklung

Natürlich ist jedes Startup einzigartig in der Idee, Konzeption und Umsetzung. Grundsätzlich durchläuft ein erfolgreiches Startup jedoch 6 Phasen: Ein Startup gründen: die 6 Phasen der Entwicklung

Pre-Seed: Orientierungsphase

Was ist die Idee und welches Problem wird damit gelöst? Hier sollte eine Markt- und Zielgruppenanalyse durchgeführt werden, um zu prüfen, ob deine Idee auch wirklich tragfähig ist und mit welcher Konkurrenz zu rechnen ist.

Seed: Planungsphase

Aus der Startup-Idee muss nun ein Plan erarbeitet werden. Dabei wird das Geschäftsmodell konkretisiert und ein allgemeiner Businessplan erstellt. Es sollten außerdem künftige Ziele und Strategien zur Umsetzung und Finanzierung des Startups überdacht werden.

Start-Up: Gründungsphase

Mit der Startup-Gründung einher gehen einige organisatorische Aufgaben: es muss eine Rechtsform gewählt und das Gewerbe beim Finanzamt gemeldet werden. Des weiteren sollten Liquiditätsplanung und Unternehmensorganisation im Fokus stehen.

1st Stage: Aufbauphase

Nun muss das Startup mit seinem Produkt oder Service am Markt etabliert werden. Hierbei sollte die Marktentwicklung im Auge behalten werden und das Geschäftsmodell immer wieder hinterfragt sowie optimiert werden. Das Startup Unternehmen beginnt zu wachsen und erste Mitarbeiter können eingestellt werden.

2nd Stage: Wachstumsphase

Einnahmen steigen und auch die Kundenzahl wächst stetig. Der allgemeine Cashflow verbessert sich und laufende Kosten können vermehrt durch Einnahmen gedeckt werden. Nun kann das Startup in neue Ressourcen, wie notwendiges Expertenwissen, investieren. Es kommen aber auch neue Herausforderungen in den Bereichen Zeitmanagement und Arbeitsaufteilung auf die Startup-Gründer zu, die nicht unterschätzt werden sollten.

3rd Stage: Reifephase

Letztendlich soll das Startup Unternehmen natürlich langfristig bestehen und nachhaltig wirtschaftlich führbar sein. Konkurrenzfähigkeit und Weiterentwicklung sind gesichert und das Startup kann nun Kooperationen mit anderen Marktteilnehmern eingehen.

In dieser Phase wagt ein erfolgreiches Startup oft den Gang zur Börse, um mit Aktien zu handeln, oder wird sogar an ein größeres Unternehmen verkauft.

Ein Startup gründen: Die Finanzierung

Geldmangel ist einer der häufigsten Gründe für das Scheitern von Startups, weshalb die Finanzierung bei der Unternehmensgründung eine ausschlaggebende Rolle spielt. Für Startups gibt es dabei viele verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung.

Finanzierung eines Startups mit Eigenkapital

In den Anfangsphasen wird ein Startup oft durch Eigenkapital oder monetäre Hilfe von Familie, Freunden und Bekannten finanziert. Zu Beginn wird also zumeist auf eigene Ersparnisse oder private Investoren zurückgegriffen, um das Startup voranzubringen.

Finanzierung eines Startups mit Fremdkapital

Doch spätestens ab der Gründungsphase benötigt ein Startup vermehrt Fremdkapital, um für Produktentwicklung, Mitarbeiter und Marketing aufzukommen.

Statt klassischer Kredite, gibt es für neue, aufstrebende Startup Unternehmen besondere Gründungszuschüsse, Gründungskredite und Förderungen. Bei einigen Fördermitteln handelt es sich um Darlehen, die teilweise oder gänzlich zurückgezahlt, bei anderen können die Gelder komplett behalten werden.

Weitere Finanzierungsoptionen für Startups sind Business Angels, also vermögende Privatpersonen, die oft in der Anfangsphase in neue Unternehmen und Startups investieren, sowie Venture Capitals, wobei Gesellschaften große Geldsummen in vielversprechende, wachstumsstarke Startups investieren.

Oft wird ein Startup anfänglich auch durch sogenanntes Crowdfunding finanziert, wobei sehr viele, meist private, interessierte Personen das Startup Unternehmen mit recht geringen Beträgen unterstützen. Für das Crowdfunding von Startups gibt es heutzutage diverse Plattformen, wie z.B. Kickstarter, Indiegogo oder Startnext.

Einen Investor für dein StartUp finden

Um Investoren für ein Startup zu gewinnen, ist viel Eigeninitiative und Überzeugungskraft nötig.

Potentielle Investoren für ein Startup können direkt kontaktiert oder auf entsprechenden Events angesprochen werden. Für Startup-Gründer gibt es in Deutschland einige spezielle Veranstaltung wie die Startup-Messe „Startup Camp Berlin” oder die „StartupCon” in Köln.

In jedem Fall sollte für die Vorstellung des Startups ein aussagekräftiger Pitch vorbereitet werden, um einen möglichen Investor von der eigenen Startup-Idee zu überzeugen.

Ihre Privatsphäre liegt uns am Herzen

Wenn du diese Website oder unsere mobilen Applikationen besuchst, sammeln wir automatisch Informationen wie standartisierte Details und Identifikatoren für Statistiken oder Marketingzwecke. Du kannst diesem zustimmen, indem du deine Präferenzen unten konfigurierst. Du hast auch die Möglichkeit, nicht zuzustimmen. Bitte nimm zur Kenntnis, dass einige Informationen trotzdem über den Browser gespeichert werden könnten, da dies nötig ist, damit die Seite funktioniert. Wenn du zur Website zurückkehrst, kannst du deine Datenschutzeinstellungen jederzeit ändern.