Debitoor Lexikon

Rechnungsstellung & Buchhaltung einfach erklärt

Über 150 Artikel für Gründer und Kleinunternehmer

  1. Gläubiger
  2. Schuldner

Kreditor- Was ist ein Kreditor?

Ein Kreditor ist ein externes Unternehmen, welches dir Dienstleistungen oder Produkte zur Verfügung stellt. Er stellt dir, dem Empfänger oder auch Debitor, eine Rechnung aus. Im Kreditwesen wird der Kreditor auch als Gläubiger bezeichnet. Der Debitor ist das Gegenstück zum Kreditor und wird auch “Schuldner” genannt.

Damit du nicht den Überblick darüber verlierst, was du noch bezahlen musst, erklären wir dir, wie du durch eine optimale Liquiditätsplanung deine Finanzen im Griff behältst.

Kreditoren können sowohl natürliche als auch juristische Personen, sowie Unternehmen, sein.

Beispiele für Kreditoren sind:

  • Banken, die dir einen Kredit geben
  • Zulieferer, die dir Materialien für dein Produkt liefern
  • Agenturen, die bestimmte Leistungen für dich übernehmen, wie z.B. Online Marketing

Du bist natürlich auch selbst Kreditor, wenn du anderen Unternehmen Leistungen oder Produkte verkaufst.

Kreditorenrechnung- Was ist eine Kreditorenrechnung?

Eine Kreditorenrechnung ist die Rechnung, die dein Kreditor nach Lieferung oder Leistungserbringung an dich schickt oder die du als Kreditor an deine Debitoren schickst.

Die Kreditorenrechnung kann eine wiederkehrende Rechnung sein, wenn sie zum Beispiel für eine laufende Dienstleistung gestellt wird. Sie kann aber auch eine einzelne Eingangsrechnung sein, die sich auf eine ganz bestimmte Bestellung bezieht. In dem Fall muss die Rechnung auf diese Bestellung verweisen.

Kreditorenlaufzeit- Was sagt die Kreditorenlaufzeit aus?

Die Kreditorenlaufzeit ist eine Kennzahl im Unternehmen und wird auch als Lieferantenziel bezeichnet. Sie bezeichnet die Zeit, die zwischen dem Rechnungseingang und dem Zeitpunkt, zu dem du die Eingangsrechnung bezahlst, liegt. Ihr Gegenstück ist die Debitorenlaufzeit. Diese misst, wie lange es dauert, bis du von deinen Kunden (deinen Debitoren) bezahlt wirst.

Das Ziel eines erfolgreichen Unternehmens sollte sein, dass die Debitorenlaufzeit kürzer ist als die Kreditorenlaufzeit. Dies trägt dazu bei, die Liquidität des Unternehmens zu erhöhen.

Kreditorenbuchhaltung- Was sind die Aufgaben der Kreditorenbuchhaltung?

Grob gesagt widmet sich die Kreditorenbuchhaltung den Schulden eines Unternehmens. Der Unterschied zwischen Kreditorenbuchhaltung und Debitorenbuchhaltung ist, dass letztere sich mit den Forderungen eines Unternehmens befasst.

Die wichtigste Aufgabe ist natürlich die Bearbeitung der eingehenden Rechnungen, d.h.:

  • Rechnungen (und Gutschriften) erfassen
  • diese prüfen
  • deren pünktliche Zahlung veranlassen
  • sie mindestens 10 Jahre lang archivieren

Darüber hinaus kümmert sich die Kreditorenbuchhaltung um offene Posten, pflegt die Daten der Kreditoren (Kreditorenstammsatzpflege) und ist verantwortlich für das Mahnwesen, sowie die Buchung von Reisekostenabrechnungen.

Jeder Kreditor bekommt in der Kreditorenbuchhaltung eine Nummer, über die er schnell gefunden werden kann, die sogenannte Kreditorennummer.

Debitorische Kreditoren- Was sind debitorische Kreditoren?

Ein Kreditor wird zu einem debitorischen Kreditor, wenn er deinem Unternehmen Geld schuldet, d.h. sein Kreditorenkonto ein Soll aufweist.

Das kann zum Beispiel passieren, wenn ein Unternehmen dir Material schickt und du dieses auch bezahlst. Doch dann stellst du fest, dass das Material fehlerhaft war und schickst es zurück. Das Unternehmen stellt dir daraufhin eine Gutschrift aus und schuldet nun dir Geld.

Andere Möglichkeiten, durch die das Kreditorenkonto einen Sollsaldo aufweisen kann, sind Doppelzahlungen deinerseits, Anzahlungen oder ein Bonus.

Nun muss das Unternehmen als debitorischer Kreditor geführt und der Betrag in der Bilanz unter „Sonstige Vermögensgegenstände“ als Forderung ausgewiesen werden.