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Debitoor Buchhaltungslexikon
IAS und IFRS

IAS und IFRS – Was sind IAS und IFRS?

IAS und IFRS sind internationale Rechnungslegungsstandards, die Unternehmen als Leitfaden für ihre Jahresabschlüsse dienen.

Du möchtest schon vor dem Jahresabschluss einen Überblick über dein Business bekommen? Dann sind die Berichte in Debitoor genau das Richtige für dich.

Die IAS (International Accounting Standards) und IFRS (International Financial Reporting Standards) sind Standards, nach denen Unternehmen ihre Jahresabschlüsse erstellen können und je nach Land und Rechtsform auch müssen. Sie sind damit international in etwa das, was das Handelsgesetzbuch für Deutschland ist.

IAS und IFRS – Wo liegt der Unterschied?

Die Unterscheidung zwischen IAS und IFRS ist etwas verwirrend. Letztendlich gültig sind beide Sammlungen von Vorschriften. Die Differenz stammt lediglich aus der Zeit der Erstellung.

IAS – Was sind die IAS?

Die International Accounting Standards (IAS) sind Rechnungslegungsstandards, die bis 2000 vom Board des International Accounting Standards Committee (IASC) herausgegeben wurden. Darin werden grundlegende Vorschriften zur Rechnungslegung festgelegt und Probleme der Bilanzierung erläutert.

Beispiel: Im IAS 26 werden die Bilanzierung und Berichterstattung von Altersversorgungsplänen geklärt.

IFRS – Was sind die IFRS?

Die International Financial Reporting Standards (IFRS) ersetzen seit 2001 die IAS und werden vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegeben. Dieses IASB ist mit Rechtsexperten aus unterschiedlichen Ländern besetzt. Die IFRS bilden also den neuen internationalen Standard für die Rechnungslegung.

Die Themen, die in den IAS behandelt werden, wurden auch in die IFRS integriert. Zu den Bereichen, die die IFRS abdecken, gehören unter anderem Leasing, Einkommenssteuer, Darstellung der Abschlüsse, Umsatzermittlung und Anlagevermögen.

Beispiel: Der IFSR 3 enthält Bilanzierungsvorschriften zum Thema Unternehmenszusammenschlüsse.

Aufbau – Wie sind die IAS und IRFS strukturiert?

Die internationalen Rechnungslegungsstandards sind in einzelne Standards unterteilt, die jeweils ein bestimmtes Problem der Bilanzierung behandeln. Sie orientieren sich am angelsächsischen Rechnungslegungssystem und sind daher sehr konkret und häufig anhand von Beispielen erklärt.

Beispiel: Im ISFR 3 wird zunächst definiert, was mit Unternehmenszusammenschlüssen gemeint ist. Dann wird die Bilanzierung der verschiedenen möglichen Fälle detailliert erläutert.

Gültigkeit – Muss ich mich an die IAS bzw. IRFS halten?

In Deutschland und den anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben kapitalmarktorientierte Unternehmen die Pflicht, ihren Abschluss nach den Regeln von IAS/IFRS aufzustellen (EU-Verordnung 1606/2002).

Jedes börsennotierte Unternehmen, also jedes Unternehmen, dessen Aktien oder Anleihen an einer Börse gehandelt werden (oder werden sollen), muss damit einen Abschluss nach den internationalen Standards aufstellen.

Die IFRS gelten derzeit in mehr als 120 Ländern und verlangen, dass die finanziellen Ergebnisse und die finanzielle Lage von Unternehmen einheitlich offengelegt werden. Dies erleichtert einen Vergleich bzw. eine Gegenüberstellung von Unternehmen aus verschiedenen Ländern.

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