Debitoor Lexikon

Rechnungsstellung & Buchhaltung einfach erklärt

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  1. Deckungsbeitrag
  2. Selbstkosten

Die Handelsspanne (Marge) - Was ist die Handelsspanne?

Unter der Handelsspanne (auch Marge genannt) versteht man die Differenz zwischen Verkaufspreis und Einstands- bzw. Einkaufspreis der Ware, meist in Prozenten des Verkaufspreises.

Wie du die Marge richtig kalkulierst und den Verkaufspreis für dein Produkt ermittelst, erfährst du in der Debitoor Gründerlounge.

Der Einstandspreis bezeichnet den um Nachlässe oder Zuschläge korrigierten Einkaufspreis. Dazu zählen auch nachträgliche Belastungen wie Zölle oder Transportkosten.

Der Einfachheit halber wird oft der Einkaufspreis für die Kalkulation verwendet.

Berechnung der Handelsspanne

Sowohl beim Einkaufspreis als auch beim Verkaufspreis rechnest du bei der Ermittlung der Handelsspanne mit den Netto-Beträgen.

Für den Preis, der für deine Kunden am Ende auf dem Preisschild steht, musst du natürlich noch den entsprechenden Mehrwertsteuersatz dazurechnen.

Die Handelsspanne bzw. Marge ist stark branchenabhängig. Eine Rolle spielt etwa, wie hoch die Produktionskosten sind, aber auch, wie preissensitiv die potentiellen Kunden sind und natürlich die Wettbewerbssituation und viele andere Faktoren.

Die Handelsspanne muss nicht nur die Kosten des Einstandes/Einkaufes abdecken, sondern auch die Restaufwendungen berücksichtigen.

In jedem Fall werden unterschiedliche Stufen der Handelsspannen im Unternehmen ermittelt (Deckungsbeiträge) um den verschiedenen Anforderungen der Märkte gerecht zu werden.

Liegt der Verkaufspreis unter dem Einstandspreis, spricht man von Dumping.

Beispiel: Handelsspanne im Einzelhandel

Du kaufst als Einzelhändlerin ein Produkt für 10 € (netto) ein. Als Verkaufspreis in deinem Laden planst du 25 € (netto) ein. Deine Handelsspanne wären in diesem Fall 60 Prozent: 15/25 = 60%.

Der Brutto-Verkaufspreis für deinen Kunden beträgt bei 19 Prozent Mehrwertsteuer am Ende 29,75 €.