Mit Rechnungsnummer Eins anfangen?

Alles, was auf eine Rechnung muss findest du geregelt im Umsatzsteuergesetz, § 14 UStG, 'Ausstellung von Rechnungen'. Gesetze sind auf den ersten Blick meist ein Dschungel aus eigentlich eindeutigen Zeilen aber dennoch teils auslegbaren Gesetzestexten.

Nehmen wir einmal die Rechnungsnummer, erläutert in §14 Abs. 4 Nr. 4 UStG.

Bei Null anfangen?

Gerade Existenzgründer haben es etwas schwer in das richtige Fahrwasser zu gelangen. Kundenstamm aufbauen, Rechnungen schreiben, auf dem Markt positionieren. Letzteres ist oft schwer. Wer will schon zugeben, dass man erst einen Kunden hatte?

Wehmütig erkennbar an der Rechnungsnummer 1. Schwere Kost für den, der nicht nur so vor Selbstsicherheit strotzt. Aber darf man einfach mit Rechnungsnummer 300 anfangen und so tun, als ob man schon 300 Kunden hatte?

Was sagt das Gesetz?

Auf die Rechnung muss "[...]eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben wird (Rechnungsnummer), [...]" Dröseln wir das einmal auseinander.

Sei einfach einmalig!

Ausschlaggebend ist das Prinzip der Einmaligkeit. Keine Nummer darf doppelt vorkommen. Ob du also bei 1 oder 300 beginnst, bleibt dir überlassen. Da die Nummer fortlaufend sein soll, wird jede weitere Rechnung über deiner erstmals vergebenen Rechnungsnummer liegen müssen. Zurück zu 1 geht also nicht.

Hilfe - mir fehlt eine Rechnungsnummer!

Keine Sorge. Alles im Griff! Wenn du eine Rechnung in Debitoor löscht, d.h. sie im Hintergrund durch eine Gutschrift ausgleichst, fehlt dir auf den ersten Blick eine Nummer in deinem Rechnungskreis. Du kannst sie aber belegen.

Denk dran: A und O ist, dass zu jeder Rechnung und Ausgabe den passenden Beleg hast.

Geschrieben von SusanneSusanne, 17. September 2013