25 % Discount mit dem Code DEZEMBER20
Hol dir vor dem 6.12.2020 ein Debitoor Abo und erhalte deinen Discount für ein Jahr.

Zu den Preisen
Lexikon
Debitoor Buchhaltungslexikon
Subunternehmer

Subunternehmer – Was ist ein Subunternehmer?

Ein Subunternehmer erhält Aufträge von einem Hauptunternehmer bzw. Generalunternehmer und erbringt für diesen Leistungen. Bei dem Subunternehmer handelt es sich um einen eigenständigen Unternehmer.

Wie bekommst du deinen ersten Auftrag als Subunternehmer? Wir verraten dir alle Tipps und Tricks in der Gründerlounge.

Die Bedingungen für die Zusammenarbeit mit dem beauftragten Unternehmen sind vorher vertraglich zu vereinbaren. Dies wird in einem Werk- oder Dienstvertrag bzw. Subunternehmervertrag festgehalten.

Bedeutung von Sub – Was ist ein Subunternehmen?

Was bedeutet „Sub“ eigentlich? Die Bedeutung von „Sub“ ist „unter“ oder „sich unterhalb befindend“. Dies lässt sich auch auf den Begriff Subunternehmen anwenden. Das Subunternehmen arbeitet unterhalb des Hauptunternehmens.

Der Subunternehmer wird von dem Generalunternehmen lediglich mit der Ausführung von einer Nebenleistung beauftragt, wobei der Generalunternehmer den Auftrag eines direkten Auftraggebers ausführt.

Beispiel: Der Modehersteller Fashion plant ein großes Event für die Vorstellung der neuen Kollektion. Um dieses zu organisieren, beauftragt er die Eventagentur Events. Events wiederum lagert die Lichtinstallationen für die Modenschau an das Unternehmen Lights aus.

Somit ist Fashion Auftraggeber, Events ist Generalunternehmer und Lights ist Subunternehmer.

Mit dem eigentlichen Auftraggeber Fashion geht Lights als Subunternehmer also gar keine vertragliche Beziehung ein. Alles rund um den Arbeitsvertrag wird mit dem Hauptunternehmer, also Events, geregelt.

Subunternehmer gesucht: So findest du ein Subunternehmen

Wenn du einzelne Aufträge für dein Unternehmen auslagern möchtest, kannst du dies über einen Subunternehmer tun. Falls dein Auftraggeber Leistungen an dich stellt, die du nicht ausführen möchtest oder kannst, schaue dich nach einem Experten in diesem Gebiet um und stelle ein Subunternehmen dafür an.

Du findest Subunternehmer für die jeweilige Aufgabe entweder über eine Recherche im Internet oder vielleicht sogar in deinem engeren Bekanntenkreis. Eventuell kannst du Geschäftspartner oder Kunden fragen, ob sie dir jemanden für die spezielle Leistung empfehlen können.

Im Anschluss solltest du die potenziellen Subunternehmer kennenlernen und vertragliche Konditionen aushandeln. Wenn ihr euch einig seid und der Subunternehmervertrag steht und unterzeichnet ist, arbeitest du offiziell mit einem Subunternehmer zusammen.

Subunternehmer werden: So geht’s

Subunternehmer sind alle Selbstständige, Freelancer oder Unternehmen, die Aufträge ausführen. Somit bist du möglicherweise schon ein Subunternehmer, wenn du selbstständig bist. Sobald du im Auftrag eines Hauptunternehmers Aufträge ausgeführt hast, bist du ein Subunternehmer.

Größere Unternehmen suchen Subunternehmer oftmals im Festeinsatz. Das trifft zum Beispiel auf Speditionsunternehmern zu. Diese suchen nach einem ganzjährig Festeinsatz, so dass die Subunternehmer längerfristig mit den jeweiligen Hauptunternehmer zusammenarbeiten, über ein ganzes Jahr oder eventuell sogar über mehrere Jahre.

Deine rechtliche Situation als Subunternehmer

Als Subunternehmer gehst du mit dem Auftraggeber keine Rechtsbeziehung ein, weshalb du auch keine Haftungsansprüche gegen ihn hast. Diese Punkte solltest du mit dem Hauptunternehmen, welches dich beauftragt, vertraglich regeln, damit der Generalunternehmer für dich haftet.

Grundsätzlich gilt, was im Arbeitsvertrag steht. Wenn du als Subunternehmer raushandeln kannst, dass dein Generalunternehmer immer für dich haftet, dann gilt dies auch.

Bei Arbeitsunfällen haftet der direkte Arbeitgeber. Der Verunfallte kann Schadenersatzansprüche gegen seinen Arbeitgeber stellen, der Arbeitgeber kann wiederum Ansprüche gegen den beteiligten Hauptunternehmer oder andere Dritte prüfen lassen.

Dies gilt auch andersherum: Macht du einen Fehler und kannst eventuell als Subunternehmer die Leistungen nicht erbringen, geht die Verantwortung dafür an den Hauptunternehmer über. Der Hauptunternehmer ist dem Auftraggeber und der Subunternehmer dem Hauptunternehmer gegenüber verantwortlich.

Beispiel: Ein Bauherr (Auftraggeber) beanstandet Baumängel direkt an den Hauptunternehmer, der mit dem Hausbau beauftragt wurde. Dieser Hauptunternehmer gibt diese an das Subunternehmen weiter, welches die Mängel verursacht hat und verlangt von diesem, die Mängel zu beseitigen.

Vorteile vom Beauftragen von Subunternehmern

Durch den Einsatz von Subunternehmer werden in erster Linie Kosten gespart. Bei der Vergabe des Auftrags an ein Subunternehmen wird outgesourct und Lohn- und Lohnnebenkosten entfallen vollständig. Der Subunternehmer wird lediglich im vertraglichen Rahmen nach seiner Leistung bezahlt.

Ein anderer Grund ist, dass es im Hauptunternehmen nicht die nötigen Ressourcen des Auftraggebers gibt und die Leistung deshalb ausgelagert wird. Hauptunternehmer profitieren somit von den Kenntnissen des Subunternehmers.

Besonders Existenzgründer profitieren von dem Anheuern von Subunternehmern, denn sie können oftmals nur Aufträge annehmen, wenn sie Aufgaben oder Teilaufgaben an externe Spezialisten abgeben. Außerdem entfallen zusätzliche Kosten, zum Beispiel von Sozialversicherungsbeiträgen.

Natürlich profitieren auch Subunternehmer selbst, denn sie erhalten zum Beispiel Zugang zu neuen Kunden, ohne selbst in die Kundenakquise einzusteigen. Dies ist nach der Existenzgründung ebenfalls vorteilhaft, denn zwar arbeitet der Subunternehmer selbstständig, aber erhält Aufträge trotzdem vom Generalunternehmen. Zudem ist die Aussicht auf Folgeaufträge gegeben.

Nachteile vom Beauftragen von Subunternehmern

Natürlich gibt es neben Vorteilen auch Nachteilen, was deine Arbeit als Subunternehmer betrifft:

  • Der direkte Kontakt zum Kunden fehlt. Oftmals erwähnen die Hauptunternehmer die beteiligten Subunternehmer bei den Auftraggebern nicht
  • Ist ein Subunternehmer lediglich für ein Hauptunternehmen tätig, könnte eine Scheinselbstständigkeit vermutet werden