Debitoor Lexikon

Rechnungsstellung & Buchhaltung einfach erklärt

Über 150 Artikel für Gründer und Kleinunternehmer

  1. Umsatzsteuer Identifikationsnummer (USt-ID)
  2. Rechnung
  3. Mehrwertsteuer

Steuer – Was ist eine Steuer?

Eine Steuer ist ein Geldbetrag, der von staatlichen Stellen bei allen steuerpflichtigen Personen zur Generierung von Einkünften eingehoben wird, z.B. Einkommensteuer.

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Das Thema Steuer ist für die meisten Selbstständigen wohl nicht das Lieblingsthema, aber jeder Unternehmer sollte sich zumindest mit den Grundlagen auseinandersetzen.

Grundsätzlich ist die Steuer dafür da, die Ausgaben der öffentlichen Stellen zu finanzieren, also den Gemeinden, den Ländern und dem Bund.

Alle Bürger dieses Landes nutzen öffentliche Einrichtungen, wie Straßen oder Schulen und profitieren von der Arbeit von Staatsangestellten, wie Polizisten oder Lehrer. Das alles kostet Geld und wird durch Steuergelder finanziert.

Der Gesetzgeber hat sich dabei verschiedene Methoden ausgedacht, woran eine Steuer geknüpft ist, wie sie berechnet wird und wer sie abzuführen hat.

Die höchsten Steuereinnahmen kommen dabei von folgenden Steuern:

  1. Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer 197 Mrd. Euro (2013)
  2. Lohnsteuer 158 Mrd. Euro (2013)
  3. Gewerbesteuer 43 Mrd. Euro (2013)
  4. Einkommensteuer 42 Mrd. Euro (2013)
  5. Energiesteuer 39 Mrd. Euro (2013)

Du hast als Selbstständiger insbesondere mit der Mehrwertsteuer, der Gewerbesteuer und der Einkommensteuer zu tun.

Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer

Offiziell heißt diese Steuer Umsatzsteuer, im Alltag ist sie aber besser unter dem Begriff Mehrwertsteuer bekannt. Diese Steuer begegnet dir in deinem Alltag mit Abstand am häufigsten.

Fast jedes Produkt oder Dienstleistung unterliegt einem bestimmten Mehrwertsteuersatz, der entweder 7 % oder 19 % beträgt. Einige Zahlungen, wie zum Beispiel deine Wohnungsmiete, sind von der Umsatzsteuer befreit.

Alle Unternehmer sind dazu verpflichtet, auf ihren eigentlichen Verkaufspreis die Mehrwertsteuer aufzuschlagen. Soll beispielsweise ein Laptop für 1.000 Euro verkauft werden, muss der Verkäufer 190 Euro (19 % von 1.000 Euro) Mehrwertsteuer auf den Preis aufschlagen.

Der Kunde muss also 1.190 Euro für den Laptop bezahlen. Der Verkäufer behält von diesem Geld seine 1.000 Euro und muss die 190 Euro an das Finanzamt abführen.

Eine nähere Erklärung des Mehrwertsteuersystems bekommst du in dem Artikel über die Mehrwertsteuer.

Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer heißt so, weil sie von allen Gewerbetreibenden abgeführt werden muss. Solltest du also kein Gewerbe betreiben, sondern ein Freiberufler sein, musst du keine Gewerbesteuer zahlen.

Diese Steuer bemisst sich nach dem Gewinn des Gewerbetreibenden.

Das Besondere an der Gewerbesteuer ist, dass sie an die jeweilige Gemeinde gezahlt werden muss.

Das hat zur Folge, dass die Gewerbesteuer nicht überall gleich hoch ist und von Gemeinde zu Gemeinde abweichen kann. Tendenziell kann man sagen, dass die Gewerbesteuer in Städten und Ballungsgebieten etwas höher ist als in ländlichen Gebieten.

Insgesamt brauchst du dir aber über die Höhe der Gewerbesteuer keine zu großen Gedanken machen, da du sie in deiner Einkommensteuererklärung anrechnen lassen kannst.

Als Gewerbetreibender bezahlst du also mehr Gewerbesteuer als Freiberufler, bezahlst dafür aber weniger Einkommensteuer

Einkommensteuer

Die Einkommensteuer ist neben der Mehrwertsteuer wohl die bekannteste Steuer.

Sie berechnete sich nach deinem Einkommen.

Bei Angestellten wird diese Steuer schon in der Lohn- und Gehaltsabrechnung abgezogen und dem Mitarbeiter wird nur ein Nettobetrag ausgezahlt.

Da sie als Unternehmer keine Gehaltsabrechnungen bekommen, müssen sie ihre Einkünfte selbst zusammenrechnen und die Einkommensteuer an das Finanzamt überweisen.

Die Einkommensteuer hat einen progressiven Steuersatz. Das bedeutet, dass du, wenn du nur sehr wenig verdienst, nur einen sehr kleinen Prozentsatz deiner Einkünfte als Steuer bezahlen musst. Wenn deine Einkünfte allerdings steigen, steigt auch der prozentuale Anteil, den du bezahlen musst.

Bei einem Jahresverdienst von nur 5.000 Euro musst du zum Beispiel gar keine Einkommensteuer bezahlen. Solltest du aber 1 Millionen Euro pro Jahr verdienen, musst du 45 % davon als Einkommensteuer an das Finanzamt abführen.

Dieser ansteigende Steuersatz nennt sich Steuerprogression.