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Rechnungsstellung & Buchhaltung einfach erklärt

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Profit-Center-Rechnung - Was ist eine Profit-Center-Rechnung?

Die Profit-Center-Rechnung ermöglicht die Ermittlung von Gewinn, Kosten, Ertrag und Rentabilität eigenverantwortlicher Betriebseinheiten eines Unternehmens.

Das Center-Konzept wird vor allem von großen Unternehmen genutzt, als Selbstständiger reicht es, dir erstmal einen Überblick über deine Einnahmen und Ausgaben zu verschaffen.

Im Gegenteil zur klassischen Deckungsbeitragsrechnung bilden die Profit-Center die Geschäftsbereiche aus externer Sicht ab.

Da hier die Zuordnung des gebundenen Vermögens auf Profit-Center vorgenommen wird, lassen sich alle üblicherweise verwendeten Controlling-Kennzahlen (wie z.B. Return on Investment, Cash flow, Umsatz pro Mitarbeiter usw.) ermitteln.

Somit spricht man von Profit-Centern, wenn autonome, organisatorische Teilbereiche einer gesonderten Erfolgsermittlung unterzogen werden, die aus der Gesamtbetrachtung in der GuV nicht eindeutig darstellbar sind.

Profit-Center-Management

Das Profit-Center ist managementorientiert und stellt als solches eine der internen Steuerung dienende Organisationseinheit dar.

Das Profit-Center-Management trägt die Verantwortung für sämtliche Aufwendungen und Erträge, wobei sich der Verantwortungsbereich von dem einer Kostenstelle, als Ort der Entstehung der Kosten, abgrenzt.

Durch Zuordnung von Bilanzpositionen (z.B. Anlagevermögen, Forderungen und Verbindlichkeiten, Materialbestände) zu Profit-Centern wird das gebundene Vermögen ausgewiesen.

So kann das Profit-Center zum Investment-Center erweitert werden.

Darstellung und Nutzung von Profit-Centern

Profit-Center können also produktbezogene, regionale oder funktionale Gliederungen des Unternehmens widerspiegeln.

Es erfolgt somit die Zuordnung von Profit-Centern zu ergebnisrelevanten Stammdaten aus externer Sicht (z.B. Material, Kostenstelle, Auftrag, Projekt, Kundenauftrag, Anlage, Kostenträger, Ergebnisobjekt).

Damit können über die Profit-Center-Rechnung individuelle Anforderungen flexibel angepasst werden. Warenbewegungen zwischen Profit-Centern werden dann zu externen Preisen, zu Konzernpreisen oder zu speziellen Transferpreisen berechnet.