Debitoor Lexikon

Rechnungsstellung & Buchhaltung einfach erklärt

Über 150 Artikel für Gründer und Kleinunternehmer

  1. Gläubiger
  2. Schuldner

Kredit - Was ist ein Kredit?

Unter einem Kredit versteht man in der Regel die Verleihung von Geld von einem Kreditgeber an einen Kreditnehmer zu gewissen Konditionen.

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Über einen Kredit leihen sich Unternehmen oder Personen gegenseitig Geld. Das Geld wird – normalerweise zu vorher festgelegten Konditionen – an einem späteren Zeitpunkt zurückgezahlt.

Wer ist an einem Kredit beteiligt?

In einer Kreditbeziehung gibt es im Normalfall zwei Parteien.

Der Gläubiger ist derjenige, der das Geld verleiht. Bei ihm handelt es sich häufig um eine Bank.

Der Schuldner ist die Gegenpartei, also derjenige, der sich Geld leiht. Bei ihm kann es sich um eine Privatperson (etwa bei Konsumentenkrediten), um ein Unternehmen oder auch um eine Bank handeln.

Kredit und Kreditarten

Kredite können in verschiedene Kreditkarten unterschieden werden.

Kreditarten nach Kreditgeber:

  • Bankkredit
  • Lieferantenkredit
  • Arbeitsgeberkredit
  • Privatkredit
  • Staatskredit
  • Organkredit

Kreditarten nach Bereitstellung:

  • Barkredit
  • Warenkredit
  • Kreditleihe

Des weiteren können Kreditarten auch noch nach Laufzeit, Umfang, Art der Besicherung, Status, Höhe und Verwendung unterschieden werden.

Zinsen: Die Kosten eines Kredits

Der Gläubiger verleiht sein Geld nicht umsonst.

Sofern es sich bei ihm um ein gewinnorientiertes Unternehmen handelt, wird er vom Schuldner Zinsen verlangen, die in ihrer Höhe unter anderem abhängig sind von der Laufzeit und der Kreditwürdigkeit des Schuldners.

Alternativ zu Zinszahlungen kann der Kredit auch anders abgegolten werden.

So kann sich etwa der Elektronikhändler überlegen, ob er seinem Kunden einen zinslosen Kredit gibt oder einen Rabatt gewährt. Der nicht gewährte Rabatt ist in diesem Fall der Preis für den Kredit.

Bei einer Bank fallen häufig zusätzlich zu Zinsen Bearbeitungsgebühren an.

Kreditwürdigkeit und Kreditsicherheit

Die Höhe von Zinssätzen kann sich beträchtlich unterscheiden, je nachdem wer sich das Geld leiht und wie er den Kredit besichert.

Kreditwürdigkeit: Schufa

Für die Prüfung der Kreditwürdigkeit von Privatpersonen existiert in Deutschland die Schufa, die jede Menge Informationen über Bankkonten, offene Kredite und Zahlungsausfälle sammelt.

Basierend auf diesen Informationen erstellt sie einen „Score“, der die Kreditwürdigkeit aus Sicht der Schufa widergibt.

Kreditsicherheit: Hypothek, Bürgschaft & Co.

Die Zinslast kann gesenkt werden, wenn die Kreditnehmer eine Sicherheit hinterlegt, auf die der Gläubiger im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Schuldners zugreifen kann.

Leiht sich etwa ein Beamter mit regelmäßigem Einkommen Geld und besichert er den Kredit mit einer Hypothek auf sein Haus, so wird der Zinssatz sehr niedrig sein. Der Kreditgeber kann in diesem Fall mit einer hohen Sicherheit davon ausgehen, dass er sein verliehenes Geld zurückbekommt.

Das Gegenbeispiel ist ein Mensch ohne regelmäßiges Einkommen, der bereits in der Vergangenheit Kredite nicht rechtzeitig zurückgezahlt hat. Bei ihm wird sich eine Bank zweimal überlegen, ob sie einen Kredit vergibt und wenn überhaupt, wird sie sich das Ausfallrisiko durch einen hohen Zinssatz bezahlen lassen.