Debitoor Lexikon

Rechnungsstellung & Buchhaltung einfach erklärt

Gewerbeschein - Was ist ein Gewerbeschein?

Mit dem Gewerbeschein bescheinigt ein Unternehmer seine gewerbliche Tätigkeit. Der Gewerbeschein ist daher die Bestätigung der Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt.

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Als Gewerbeschein wird das Schriftstück über die Anmeldung eines Gewerbes bezeichnet.

Dabei handelt es sich nicht um einen „Schein“, so wie beispielsweise den Führerschein im gefalteten A5-Format aus den vergangenen Jahrzehnten, sondern um einen meistens einseitigen A4-Vordruck.

Das Wort „Schein“ steht in diesem Sinne für Bescheinigung. Mit dem Siegel darauf wird von der zuständigen Stelle die Gewerbeanmeldung bescheinigt, sozusagen besiegelt.

Dein erster Schritt hin zur Selbstständigkeit ist die Gewerbeanmeldung.

Das gilt für dich als Einzelunternehmer oder auch als Freiberufler. Du musst deine unternehmerische Tätigkeit, die als Gewerbe bezeichnet wird, bei derjenigen Gemeindeverwaltung anmelden, in der sich der Geschäftssitz befindet. Wenn das an Deinem Wohnsitz ist, umso einfacher.

Der Gewerbeschein ist die Bestätigung einer Gewerbeanmeldung nach der Gewerbeordnung.

Hier wird zunächst unterschieden, ob es sich um ein Einzelunternehmen oder um eine Gesellschaft handelt; sei es eine Personen- oder eine Kapitalgesellschaft wie die GmbH.

In deinem Falle wird es wahrscheinlich ein Einzelunternehmen sein.

Bezeichnung des Gewerbes auf dem Gewerbeschein

Ganz entscheidend ist die genaue Bezeichnung des Gewerbes.

Hier musst du in wenigen Worten definieren und formulieren, um welches Gewerbe es sich handelt. Das kann durchaus ein nicht alltägliches oder ganz ausgefallenes Gewerbe sein.

Im Einzelfall ist es durchaus hilfreich oder notwendig, auf einem Beiblatt nähere Erläuterungen zu machen.

Diejenigen, die von Amts wegen über die Anmeldung des Gewerbes informiert werden und den Gewerbeschein in Kopie erhalten, müssen wissen, worum es bei deiner Tätigkeit geht.

Das betrifft vor allem das Betriebsfinanzamt sowie die IHK, die Industrie- und Handelskammer. Auch für die richtige Zuordnung zu der infrage kommenden Berufsgenossenschaft, der BG, ist die Definition des Gewerbes von Bedeutung.

Weitere Angaben auf dem Gewerbeschein

Weiterhin werden Aussagen darüber erwartet, ob es sich um einen Haupt- oder um einen Nebenerwerb handelt, und ab wann das Gewerbe ausgeübt wird.

In deinem Falle wird das Gewerbe an einem einzigen Sitz, und zwar an dem Hauptsitz ausgeübt; Zweigniederlassungen gibt es zurzeit (noch) nicht.

Auch die Zahl der Beschäftigten ohne den Inhaber, also ohne dich als Gewerbetreibenden, wird im Gewerbeschein vermerkt.

Kosten des Gewerbescheins

Die Kosten für diese Formalität sind von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Im Durchschnitt betragen sie einen niedrigen zweistelligen Eurobetrag. Diese Gebühr wird in bar bezahlt, und im Gegenzuge bekommst du den Gewerbeschein ausgehändigt.

Er ist das erste und eines der wichtigsten Dokumente im Verlaufe deiner Selbstständigkeit.

Die bezahlte Gebühr ist gleichzeitig die erste Betriebsausgabe.

Die erhaltene Gebührenquittung gilt als Ausgabebeleg, den du in deiner Buchhaltung erfassen kannst.

Deine Buchhaltung machst du am besten mit einem Buchhaltungsprogramm.