Debitoor Lexikon

Rechnungsstellung & Buchhaltung einfach erklärt

Über 150 Artikel für Gründer und Kleinunternehmer

  1. Steuer
  2. Mehrwertsteuer
  3. Kleinunternehmer
  4. Buchführungspflicht
  5. Einnahmenüberschussrechnung (EÜR)

Fragebogen zur steuerlichen Erfassung - Was ist das?

Der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ist der Erfassungsbogen, den jeder Selbstständige bei Gründung ausfüllen muss, um sich beim Finanzamt zu registrieren.

Mit dem Buchhaltungsprogramm Debitoor kannst du deine Buchführung ganz bequem online erledigen.

Mit dem Ausfüllen des Fragebogens zur steuerlichen Erfassung wirst du bei deinem örtlich zuständigen Betriebsfinanzamt als ein neuer Selbstständiger erstmalig steuerlich erfasst, sprich registriert.

Grundlage und Anlass dafür war deine Anmeldung eines Gewerbes, einer Selbstständigkeit oder einer Freiberuflichkeit bei der Gemeindeverwaltung deines Wohnsitzes.

Das war problemlos und sicherlich in einer Viertelstunde erledigt.

Von Amts wegen, also auf direktem Wege, erhält unter anderem das Betriebsfinanzamt eine Information von der Gemeindeverwaltung über deine Selbstständigkeit.

Dort wirst du in aller Regel bisher als ein steuerpflichtiger Arbeitnehmer unter einer eigenen Steuernummer, oder mit deiner ID-Nummer, der Identifikationsnummer, geführt. Jetzt kommt mit deiner Selbstständigkeit eine weitere Einkommensart hinzu, beziehungsweise du wechselst vom bisherigen Unselbstständigen hin zum Selbstständigen.

Zweck des Fragebogens zur steuerlichen Erfassung

Einige Wochen nach der Gewerbeanmeldung schickt dir das Finanzamt einen mehrseitigen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zu.

Der muss ausgefüllt und eigenhändig unterschrieben, innerhalb eines Monats zurückgeschickt werden.

Anschließend erhältst du eine neue Steuernummer als Selbstständiger, die für deine zukünftigen Steueranmeldungen gilt. Dadurch wird Deine bisherige Steuernummer abgelöst, also unwirksam.

Dieser Fragebogen ist die Grundlage dafür, dass du in Zukunft, und zwar für die Dauer der Selbstständig- oder Freiberuflichkeit, eine jährliche Einkommensteuererklärung abgeben musst.

Sofern Du das selbst erledigst, also ohne einen Steuerberater oder ohne den Lohnsteuerhilfeverein, gilt dafür der 31. Mai als Abgabefrist. Anderenfalls besteht noch Zeit bis zum 31. Dezember und in Ausnahmefällen bis zum 28. Februar des Folgejahres (also das übernächste Jahr).

Kleinunternehmerregelung im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

Ein wesentlicher Punkt in dem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ist deine Entscheidung zur sogenannten Kleinunternehmerregelung.

Sie bezieht sich darauf, ob Du bis auf Weiteres auf das Ausweisen von Umsatzsteuer verzichten möchtest oder nicht.

Bei einem Gesamtumsatz im ersten Jahr von bis zu 17.500 Euro kann darauf verzichtet werden.

Das bedeutet für dich, dass du mit deiner Selbstständigkeit wie ein Endverbraucher, so wie bisher als Privatperson, behandelt wirst. In deinen Rechnungen wird keine Mehrwertsteuer ausgewiesen, und umgekehrt bekommst du keine Umsatzsteuer vom Finanzamt erstattet.

Das macht deine gesamte Buchhaltung wesentlich einfacher und kostengünstiger, weil du keine Umsatzsteuervoranmeldungen abzugeben brauchst. Als Kleinunternehmer kannst du deine Buchhaltung dann ganz einfach mit einem Buchhaltungsprogramm selbst machen.

Einkommensteuer-Vorauszahlungen

Vorauszahlungen auf die zukünftige Einkommensteuer werden vor allem dann erhoben, wenn zu den Gewinnerwartungen konkrete Zahlen genannt werden.

Wenn dazu in dem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung keine Angaben gemacht werden, wartet das Finanzamt zunächst einmal den Abschluss des ersten Geschäftsjahres ab.

Der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung kann sowohl manuell als auch maschinell ausgefüllt werden.