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Debitoor Buchhaltungslexikon
Dumping

Dumping – Was ist Dumping?

Dumping ist der Verkauf von Waren oder Dienstleistungen zu Preisen unter den Herstellungskosten.

In der Debitoor Gründerlounge erfährst du in 3 Schritten, wie du Preise richtig und kostendeckend kalkulierst.

Bietet ein Anbieter seine Waren oder Dienstleistungen unter den Herstellungs- oder Einstandskosten an, so spricht man von Dumpingpreisen.

Eine Ware wird also umgangssprachlich gesagt, „unter Preis“ verkauft. Damit ist gemeint, dass das Produkt für weniger als einen Referenzpreis verkauft wird.

Der Referenzpreis definiert sich entweder aus den Herstellungs- bzw. Einstandskosten oder bei Exporten durch den Preis für Inlandsverkäufe des Produkts.

Gründe für Dumping

Für den Anbieter können mehrere Gründe für Dumping sprechen.

Direkt kann Dumping zu höheren Marktanteilen führen. Im Extremfall schafft es ein Unternehmen dadurch, Wettbewerber komplett vom Markt zu verdrängen.

Ist ein Unternehmen neu auf dem Markt für ein bestimmtes Produkt, so kann es durch extrem niedrige Preise den Wettbewerbsvorteil brechen, den die etablierten Konkurrenten durch ihre längere Marktpräsenz haben.

Gerade im Dienstleistungsbereich geht es oft auch darum, einen speziellen Kunden zu gewinnen und diesem daher zu Beginn ein Angebot zum Dumping-Preis zu machen.

Internationales Dumping

Die Welthandelsorganisation (WTO) hat internationales Dumping verboten.

Die von ihr genutzte Definition weicht jedoch von der oben genannten ab und hängt nicht direkt mit den Herstellungskosten zusammen.

Laut WTO ist es Exporteuren verboten, Waren und Dienstleistungen im Ausland unter dem Preis anzubieten, zu dem sie im Inland verkauft werden.

Lohndumping, Sozialdumping, Umweltdumping

In bestimmten Kontexten wird der Begriff Dumping als politisches Schlagwort verwendet.

Von Umweltdumping ist die Rede, wenn ein Produkt aufgrund abweichender oder fehlender Umweltauflagen in bestimmten Ländern billiger produziert und angeboten werden kann.

Ähnlich gelagert ist Sozialdumping: Weniger soziale Absicherung (etwa im Bereich Unfallschutz oder Kranken- und Arbeitslosenversicherung) führt zu geringeren Arbeitskosten, und damit zu günstigerer Produktion.

Lohndumping ist nicht klar gesetzlich definiert. In der Regel wird von Lohndumping gesprochen, wenn der ortsübliche Lohn in einer Branche deutlich unterschritten wird.

Allerdings gibt es auch niedrige Tariflöhne, daher ist nicht jeder Niedriglohn gleichzeitig auch Lohndumping.

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