Debitoor Lexikon

Rechnungsstellung & Buchhaltung einfach erklärt

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Angebotsschreiben - Was ist ein Angebotsschreiben?

Ein Angebotsschreiben bzw. Angebot ist ein spezieller Geschäftsbrief, in dem du deinem potentiellen Kunden deine Diensteistung oder dein Produkt verbindlich anbietest.

Mit dem einfachen Rechnungsprogramm Debitoor kannst du ganz bequem online Angebote und Rechnungen erstellen.

Ohne Angebotsschreiben, keine Aufträge und kein Umsatz.

Was ist ein Angebotsschreiben und wofür brauche ich es?

Der Hauptzweck eines Unternehmens ist es Umsatz und Gewinn zu erwirtschaften. Um dieses Ziel zu erreichen muss sich ein Unternehmen am Dienstleistungs- und Güterfluss beteiligen.

Für dich bedeutet das, dass du deine Dienstleistungen oder deiner Produkte verkaufst.

Normalerweise reagierst du als Anbieter auf eine Anfrage eines potentiellen Kunden, indem du ein Angebotsschreiben aufsetzt. In diesem Angebotsschreiben legst du die Bedingungen fest, zu denen du bereit bist, deine Dienstleistungen zu erbringen oder dein Produkt zu liefern.

Bestandteile von Angebotsschreiben

Es gibt zwar keine Vorschrift, wie ein Angebotsschreiben aussehen soll, aber du solltest folgende Angaben aufnehmen:

  • Anzahl, die genaue Bezeichnung und Qualität der Lieferung bzw. die Art und Weise der angebotenen Dienstleistung,
  • Voraussichtlicher Liefer- und Leistungstermin,
  • Einzel- und Gesamtpreise (mit oder ohne Umsatzsteuer),
  • Zahlungskonditionen (eventuelle Rabatte, Skonti oder andere Nachlässe),
  • Lieferkonditionen,
  • Angabe zur rechtlichen Bindung bzw. Freizeichnungsklausel
  • ggf. auch ein Hinweis auf den Gerichtsstand für die Gültigkeit deines Angebots,
  • Art der Verpackung
  • verbindliche Preisgestaltung in angegebener Währung

Wenn du viele ähnliche Angebote erstellst, kannst du dir auch überlegen, einige Angaben in Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) aufzunehmen.

Form von Angebotsschreiben

Bei dem Angebotsschreiben gibt es keine Vorschrift zur Form. Normalerweise wird bei Angebotsschreiben aber die Schriftform gewählt.

Das bedeutet aber auch, dass du das Angebot mündlich, telefonisch, schriftlich, per Fax, per E-Mail oder per E-Postbrief abgeben kannst.

Du solltest aber beachten, dass du rechtlich schlechter gestellt bist, wenn du dein Angebot formlos (mündlich oder telefonisch) abgibst. Das betrifft vor allem die Themen Haftung, Verbindlichkeiten, Art und Umfang der Leistung/Lieferung etc.

Was ist die Freizeichnungsklausel beim Angebotsschreiben?

Beim Angebotsschreiben darfst du nicht vergessen, dass dein Kunde bzw. dein Verhandlungspartner Bedenkzeit hat. Deswegen bist du grundsätzlich unbefristet an dein abgegebenes Angebot gebunden.

Ausgenommen sind Angebote, die du während eines Telefonates machst, da diese direkt angenommen oder abgelehnt werden müssen.

Die Freizeichnungsklausel ist eine ganz typische Vorgehensweise, die du in deinem Angebotsschreiben verwenden kannst, um zu verhindern, dass dein Kunde, nicht Wochen oder Monate später auf dein Angebot zurückkommt und dich damit kalt erwischt.

Daher solltest du, wenn du dein Angebot schreibst, eine der folgenden Formulierungen im Angebotsschreiben verwenden:

  • Bindungsfrist: „Bitte lassen Sie mich bis spätestens 15.01.2015 wissen, ob Sie dieses Angebot annehmen.“
  • freibleibendes Angebot
  • unverbindliches Angebot
  • „Preis vorbehalten“, damit kannst du dein Angebot für einen längeren Zeitraum aufrechterhalten, ohne später an einen spezifischen Preis gebunden zu sein.
  • Mit „Lieferung vorbehalten“ oder „Solange der Vorrat reicht“ bist du nur so lange an das Angebot gebunden, wie die Ware zur Verfügung steht.