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Was du über Rechnungsstellung und Buchhaltung wissen solltest

Preiskalkulation Teil 3: Berechnung von Skonto und Rabatt

Wieviel Rabatt kann ich gewähren? Und was ist Skonto? In Teil 3 unserer Serie zur Preiskalkulation erfährst du, wie du deinen Verkaufspreis richtig berechnest.


Verkaufspreise an einem Marktstand: Beispiel für Preiskalkulation

Im dritten und letzten Teil unserer Serie zur Preiskalkulation beschäftigen wir uns mit der finalen Berechnung des Verkaufspreises. Bis jetzt haben wir unsere Kosten ermittelt sowie die Gewinnspanne (Marge) berechnet. Nun zieht uns aber der Kunde nochmal einen Strich durch die Rechnung: Denn der möchte gerne einen Rabatt auf seinen Einkauf erhalten!

Wieviel Skonto und Rabatt soll ich geben?

Der Rabatt wird in der Rechnung direkt vom Verkaufspreis abgezogen. Typisch ist z.B. der sogenannte Mengenrabatt – der oftmals gestaffelt ist. Aber auch Treue- oder Neukundenrabatte sind durchaus üblich. Der Spielraum ist hier relativ groß, Rabatte schwanken zwischen 5 % und 20 %.

Skonto gewährt der Verkäufer, wenn der Kunde die Rechnung innerhalb einer bestimmten Frist frühzeitig bezahlt. Die Höhe liegt meistens bei 2 % bis 3 % des Rechnungsbetrags.

Für die Berechnung deines Verkaufspreises bedeutet das, dass du auch Skonto und Rabatt einberechnen und „aufschlagen“ musst. Ansonsten würdest du deinen Gewinn jedes Mal, wenn du Rabatt und Skonto gewährst, schmälern.

Achtung: Skonto und Rabatt werden aus Käufersicht berechnet: Daher entspricht z.B. bei der Rabattberechnung der Listenverkaufspreis deinen 100 %, nicht der Zielverkaufspreis!

Die Aufstellung sieht nun folgendermaßen aus:

Grafik zur Preiskalkulation: Berechnung des Listenverkaufspreises unter Berücksichtigung von Skonto und Rabatt

Wie ermittle ich meinen Verkaufspreis?

Nun haben wir alle Faktoren zur Berechnung deines Verkaufspreises berücksichtigt! Auch unser „Smooth it up“-Verkäufer Markus L. hat den optimalen Verkaufspreis für seine Smoothies inkl. Skonto und Rabatt berechnet:

Grafik zur Preiskalkulation: Ermittlung des Listenverkaufspreises unter Berücksichtigung von Skonto und Rabatt anhand eines Beispiels

Der Stückpreis für eine Flasche Smoothie liegt also bei 1,34 € netto. Produziert er monatlich 5.000 Smoothies, macht das einen Gewinn von 1.350 € pro Monat. Vorerst. Nehmen wir an, seine Auftragslage ist gut und er kann im nächsten Monat 1.000 Smoothies mehr verkaufen. Da sich die Gemeinkosten nun auf 6.000 Stück verteilen, sinken seine Stückkosten – dadurch erhöht sich sein Gewinn!

Hast du deinen Verkaufspreis erfolgreich berechnet? Gratuliere! Dann kannst du jetzt loslegen und deine ersten Kunden akquirieren. Wie du dabei vorgehst, erfährst du hier:

Wie gewinne ich Kunden für mein Unternehmen?

Wie bekomme ich meinen ersten Auftrag?

Wie kann ich Kunden dauerhaft an mich binden?


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