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Was du über Rechnungsstellung und Buchhaltung wissen solltest

Checkliste zur Gewerbeanmeldung

Vor deiner Gewerbetätigkeit steht deine Gewerbeanmeldung beim zuständigen Gewerbeamt. Damit du an alles denkst, erhältst du im Folgenden eine Checkliste zur Gewerbeanmeldung.


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Bei der Gewerbeanmeldung gibt es viele Sonderfälle und Ausnahmen. Deswegen findest du in dieser Checkliste zur Gewerbeanmeldung die üblichen Ausnahmen und Sonderfälle bei der Gewerbeanmeldung sowie einen Ablauf der Gewerbeanmeldung.

Wichtig! Nimm die Geschäftstätigkeit nicht vor Erhalt des Gewerbescheins auf, da dir sonst eine Bußgeldstrafe droht.

1. Gewerbeschein beim Gewerbeamt beantragen.

Die Kosten für eine Gewerbeanmeldung schwanken zwischen 10 Euro und 50 Euro je nach Wohnort.

  • Zur Beantragung bitte den Personalausweis oder den Reisepass mitbringen.
  • Handwerker sollten neben dem Personalausweis noch eine Handwerkskarte oder eine Gewerbekarte für handwerksähnliche Betriebe mitnehmen. Diese lassen sich unkompliziert bei der Industrie- und Handelskammer beantragen. In Zuge dessen ist die Eintragung in die Handwerksrolle (Meister) bei der örtliche Handwerkskammer nötig.
  • Als Gastronom ist es zwingend notwendig, vorab eine Betriebserlaubnis beim örtlichen Ordnungsamt zu beantragen und diese auch zur Gewerbeanmeldung mitzubringen.
  • Neben der Betriebserlaubnis benötigst du als Gastronom auch eine Gaststättenkonzession, wenn du Alkohol ausschenken willst.
  • Versicherungsmakler und Finanzanlagenberater benötigen die Erlaubnis der IHK bevor Sie ein Gewerbe anmelden können.
  • Personenbeförderungen (Taxi, Bus, Mietwagen, etc.) benötigen eine Konzession durch das Gewerbeamt oder durch das Regierungspräsidium bevor sie ein Gewerbe anmelden können.
  • Als Reisegewerbe benötigt man zudem auch eine Reisegewerbekarte, die man durch das Gewerbeamt beantragen kann.
  • Als ausländischer Staatsangehöriger ist es zwingend notwendig, eine Aufenthaltsgenehmigung der zuständigen Ausländerbehörde vorzulegen. Wichtig! In der Aufenthaltsgenehmigung muss ausdrücklich stehen, dass du die Erlaubnis zur Aufnahme einer Gewerbetätigkeit hast.
  • Bei ausländischen Unternehmen, die eine Gewerbetätigkeit aufnehmen möchten, sieht das Gewerbeamt die Angabe eines Inlandsbevollmächtigten vor. Außerdem muss eine Inlandsanschrift auf dem Gewerbescheinantrag angegeben werden.

Das Formular zur Gewerbeanmeldung findest du als Vordruck auf der Internetseite des für dich zuständigen Gewerbeamtes. Diesen kannst du schon vorausgefüllt zur Gewerbeanmeldung mitbringen, um den Prozess zu beschleunigen.

Deine Daten werden vom Gewerbeamt als Kopie u.a. an das Finanzamt, die Berufsgenossenschaft, das statistische Landesamt und an die Handwerkskammer bei den Handwerksberufen weitergeleitet.

2. IHK-Mitgliedschaft

Mit der Gewerbeanmeldung wirst du automatisch Pflichtmitglied in der Industrie- und Handelskammer (IHK). Die IHK wird dir ein Formular zur Erfassung des voraussichtlichen Umsatzes zuschicken.

3. Registrierung beim Finanzamt

Das Finanzamt wird dir nach der Gewerbeanmeldung ein Formular zuschicken, in dem du Angaben zu deiner Selbstständigkeit beantworten musst (Fragebogen zur steuerlichen Erfassung).

In diesem Fragebogen wirst du unter anderem auf folgende Fragekategorien stoßen:

  • Allgemeine Angaben zu deiner Person und Tätigkeit. Die Anschrift muss mit der Firmenanschrift übereinstimmen. Falls du dein Gewerbe von zu Hause aus betreibst, gibst du deine Privatanschrift an.
  • Art der Gewinnermittlung und der voraussichtliche Umsatz und Gewinn
  • Frage, ob du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen möchtest

Bei Umsätzen über 500.000 Euro und Gewinnen über 50.000 Euro unterliegst du der gesetzlichen Buchführungsflicht und musst eine Bilanz erstellen.

Wenn du diese Grenzen unterschreitest, reicht es, wenn du eine Einnahmenüberschussrechnung erstellst.


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