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Checkliste zur GbR Gründung

Für viele Gründer ist die GbR eine sehr attraktive Gründungsform, weil sie sich leicht gründen lässt und mit wenig Bürokratie verbunden ist. Unsere Checkliste zur GbR Gründung gibt dir einen roten Faden für deine Gründung.


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Bei der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), auch BGB-Gesellschaft genannt, schließen sich mindestens zwei Gründer (Gesellschafter) zusammen, um ein Unternehmen zu gründen.

Wann bietet es sich an eine GbR zu gründen?

Eine GbR Gründung wird interessant wenn man unter die folgenden Kategorien fällt:

  • Praxisgemeinschaften
  • Kleingewerbetreibende
  • freie Berufe (z.B. Anwaltskanzlei, Architekturbüro)
  • Arbeitsgemeinschaften

Du darfst sowohl als Freiberufler als auch als Gewerbetreibender eine GbR gründen.

Haftung der Gesellschafter

Bei der Gesellschaft bürgerlichen Rechts, kurz GbR, ist die Haftung auf das Gesamtvermögen der Gesellschafter ausgerichtet. Sie haften also auch mit ihrem Privatvermögen.

Grundsätzlich haften die Gesellschafter zu jeweils gleichen Teilen, aber es ist auch eine andere Aufteilung denkbar, die im Gesellschaftsvertrag geregelt sein muss.

Vorteile einer GbR Gründung

  • kein Mindestkapital nötig
  • einfache Buchführung
  • wenig formelle und rechtliche Vorgaben bei Gründung - Eine GbR kann sogar mündlich gegründet werden.
  • Eintragung ins Handelsregister nicht notwendig

Nachteile einer GbR Gründung

  • es wird mindestens ein Mitgründer/Partner benötigt
  • Haftung mit Privatvermögen - Man haftet auch für seine Mitgründer
  • Gesellschafter müssen die Gewinne privat versteuern
  • es liegt eine beschränkte Rechtsfähigkeit vor

Checkliste für GbR Gründungen

Vor GbR Gründung:

Einigung herstellen zwischen Gesellschaftern über grundlegende Punkte:

  • Unternehmenszweck
  • Gesellschafterbenennung
  • Gewinn- und Verlustverteilung
  • Haftungsverteilung

2. GbR Vertrag aufsetzen & Firmenname wählen

Der schriftliche Gesellschaftervertrag sollte folgende Punkte beinhalten:

  • Gesellschaftszweck
  • Geschäftsführung
  • interne Haftungsverteilung
  • Tätigkeitsvergütung
  • Gewinn – und Verlustverteilung
  • etwaiges Wettbewerbsverbot
  • Abtretung von Geschäftsanteilen
  • Regelungen bei Ausscheidung eines Gesellschafters
  • etwaige Abfindung
  • Regelung bei Tod eines Gesellschafters

3. Anmeldung der GbR beim Gewerbeamt

Nur Gewerbetreibende müssen eine Gewerbeanmeldung vornehmen, Freiberufler müssen sich nur beim Finanzamt registrieren lassen.

Es droht ein Bußgeld bei Aufnahme der Geschäftstätigkeit bevor die GbR beim Gewerbeamt angemeldet wurde.

4. Anmeldung beim Finanzamt

Nachdem du deinen Gewerbeschein beantragt hast, meldet sich das Finanzamt bei dir und fordert dich auf, den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung auszufüllen.

Mit diesem Fragebogen meldest du die GbR zur Umsatzsteuer und Gewerbesteuer an.

Freiberufler beantragen direkt eine Steuernummer beim Finanzamt, da sie keinen Gewerbeschein benötigen.

5. Anmeldung bei der Industrie- und Handelskammer

Auch die Industrie- und Handelskammer wird vom Gewerbeamt benachrichtigt und schickt dir einen Anmeldebogen. In der IHK bist du in der Regel Pflichtmitglied.

6. Eröffnung eines Firmenkontos

7. Geschäftstätigkeit aufnehmen


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