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Was du über Rechnungsstellung und Buchhaltung wissen solltest

Brauche ich einen Handelsregistereintrag?

Auch als Kleingewerbetreibender oder GbR kannst du einen Handelsregistereintrag beim Amtsgericht in Erwägung ziehen, denn es hat eine vorteilhafte Außenwirkung als OHG oder Kaufmann wahrgenommen zu werden.


Wer ein Gewerbe betreiben will, sollte sich mit der Frage beschäftigen, ob er verpflichtet ist, sein Unternehmen vom Amtsgericht ins Handelsregister eintragen zu lassen.

Je nach Geschäftsform ist das ein Muss.

Wer sich nicht ins Handelsregister eintragen lassen muss:

Mit dem Handelsregistereintrag trittst du professionell auf, aber er zieht auch Verpflichtungen nach sich.

Was ist das Handelsregister?

Das vom Amtsgericht geführte Handelsregister ist ein öffentliches Verzeichnis. Im Unternehmensregister und Handelsregister können deine Geschäftspartner, Banken, Behörden und alle Interessierten Informationen über dich einholen.

Transparenz mit dem Handelsregistereintrag.

Mit dem elektronischen Eintrag, der dann auch aktualisiert werden muss bei Veränderungen, kann jeder Informationen über dein Gewerbe einsehen wie z.B.

  • Sitz und Rechtsform deines Unternehmens
  • Wer ist Inhaber, Gesellschafter oder Geschäftsführer
  • Höhe der Kapitaleinlage
  • Bestellung und Abbestellung von Prokuristen und Handlungsbevollmächtigten
  • Vorgänge rund um Insolvenzverfahren
  • Auflösung

Zudem veröffentlicht das Amtsgericht den neuen Eintrag im Bundesanzeiger und in einer Tageszeitung. Das hat eine gute Außenwirkung.

Auch wer einem Fachverband angehören will, sollte auf jeden Fall einen Handelsregistereintrag in Erwägung ziehen.

Mit dem Handelsregistereintrag zum kaufmännischen Geschäftsbetrieb?

Ein Handelsregistereintrag verpflichtet.

Mit ihm wirst du als Kleingewerbetreibender zum „eingetragenen Kaufmann“ oder deine GbR zur OHG, der Offenen Handelsgesellschaft.

Als Unternehmen unterliegst du mit dem Handelsregistereintrag nicht mehr dem Bürgerlichen Gesetzbuch, sondern eher dem Handelsgesetzbuch.

Folgende Informationen interessieren das Amtsgericht bzw. folgende Aspekte deines Geschäftslebens kommen dann auf dich zu:

  • Die Prinzipien der doppelten Buchführung (Bilanz mit Jahresabschluss), wenn dein Unternehmen mehr als 500.000 Euro Umsatz macht oder mehr als 50.000 Euro Gewinn pro Jahr
  • Pflicht zur Inventur
  • Angaben zur Höhe des eingesetzten Kapitals
  • Angabe zu Krediten
  • Art und Anzahl der Geschäftsvorgänge
  • Regeln des Geschäftsverkehrs
  • Angabe zur Anzahl der Mitarbeiter
  • Gesamtbild deines Unternehmens
  • anderes Firmenrecht und Haftungsfragen
  • unverwechselbarer Firmenname

Die Handelsregisteranmeldung

Empfehlenswert ist eine Vorabprüfung durch die IHK oder die für dich zuständige Kammer.

Dann stellst du mit Hilfe eines Notars einen Antrag auf Eintragung ins Handelsregister.

Der Notar übermittelt den Antrag elektronisch ans Amtsgericht.

Wenn das Gericht den Antrag überprüft und angenommen hat, kann es bis zum Handelsregistereintrag zwischen 14 Tagen und drei Wochen dauern.

Schon gewusst?
Wer ein Gewerbe betreibt muss sich auch um die Buchhaltung kümmern. Besonders einfach geht das mit der Buchhaltungssoftware Debitoor.


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