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3 Gründe, warum du eine Zahlungsfrist auf deiner Rechnung angeben solltest

Zahlungsfrist für eine Rechnung: Markierung des Datums im Kalender

Viele von euch haben uns in den letzten Wochen und Monaten gefragt, ob und welche Zahlungsfrist sie auf ihrer Rechnung angeben sollen.

Klar ist: Die Zahlungsfrist bzw. das Fälligkeitsdatum ist keine verpflichtende Rechnungsangabe sondern eine freiwillige. Trotzdem solltest du deinen Kunden eine Deadline setzen. Warum, das erklären wir dir hier:

1. Eine Rechnung ohne Zahlungsfrist kann zu Verwirrungen führen

Wie bereits angesprochen, ist die Angaben einer Zahlungsfrist auf einer Rechnung nicht rechtlich vorgeschrieben. Warum?

Prinzipiell ist deine Rechnung immer mit dem Zeitpunkt der Leistungserbringung – eine Pflichtangabe – fällig. Schließlich gehst du mit deinem Kunden einen Kaufvertrag ein: Du hast deinen Teil der Leistung erbracht, indem du den Auftrag ausgeführt hast. Nun ist dein Kunde dran, seinen Teil der Leistung zu erfüllen, indem er seine Gegenleistung – also die Bezahlung – erbringt.

Aus diesem Grund kannst du, musst du aber keine Zahlungsfrist angeben – deine Rechnung ist automatisch sofort fällig. Das wissen aber die wenigsten Kunden und zeigen sich angesichts eines fehlenden Fälligkeitsdatums verwirrt. Darum alleine solltest du dich klar und unmissverständlich ausdrücken und eine Zahlungsfrist festlegen.

2. Mit einer Zahlungsfrist auf der Rechnung setzt du deinen Kunden automatisch in Zahlungsverzug

Noch einen Vorteil hat die Angabe eines konkreten Fälligkeitsdatums auf deiner Rechnung: Du setzt deinen Kunden damit spätestens 30 Tage nach Ablauf der Zahlungsfrist automatisch in Zahlungsverzug – mit allen finanziellen Konsequenzen, z.B. Mahngebühren.

Gibst du keine Zahlungsfrist auf deiner Rechnung an, setzt du deinen Kunden hingegen erst mit der ersten Mahnung in Zahlungsverzug. Vergisst du also auf die Erstellung einer Mahnung, kannst du keine Verzugskosten geltend machen.

Wichtig: Hast du Privatkunden, musst du auf deiner Rechnung explizit angeben, dass der Kunde mit Ablauf von 30 Tagen nach Zahlungsfrist in Zahlungsverzug gerät. Bei Geschäftskunden ist ein solcher Hinweis hingegen nicht nötig.

3. Der psychologische Effekt: Darum ist eine Zahlungsfrist auf deiner Rechnung sinnvoll

Das kennst du bestimmt von dir selbst: Setzt du dir Termine und Fristen, erledigst du eine Aufgabe in der Regel auch gewissenhaft bis zu diesem Zeitpunkt. Terminierst du eine Aufgabe nicht, ist die Gefahr groß, dass sie immer wieder auf die lange Bank geschoben – und vielleicht sogar vergessen – wird.

Die Zahlungsfrist auf einer Rechnung hat also auch einen psychologischen Effekt und kann dazu führen, dass dein Kunde schneller bezahlt. Weitere Tipps, um deinen Kunden zu einer schnellen Zahlung zu bewegen, findest du in unserem Artikel zum Thema 7 Tipps, damit deine Rechnungen schneller bezahlt werden.

Mit einem Rechnungsprogramm kannst du deine Zahlungsfrist ganz einfach festlegen

Ein Rechnungsprogramm wie Debitoor erleichtert dir die Festlegung einer Zahlungsfrist. Du kannst die Zahlungsfrist ganz einfach über eine Kalenderfunktion in deiner Online Rechnungsvorlage festlegen.

Die einmal festgelegte Zahlungsfrist wird in deinem Rechnungsprogramm dann standardmäßig für jede neue Rechnung gespeichert – so kannst du die Angabe nicht vergessen.

Beispiel für die Angabe der Zahlungsfrist auf einer Rechnung in einem Rechnungsprogramm

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